Immer mehr Fluggäste beklagen bei der Europäische Verbraucherzentrale Verspätungen, fehlende Koffer - oder dass die Passagiere gar nicht erst mitgenommen wurden.
Das Gepäck ist weg, der Flug verspätet sich oder fällt ganz aus - immer öfter beschweren sich Fluggäste in Europa über solche Probleme. Die Zahl der grenzüberschreitenden Beschwerde- und Streitfälle bei den Europäischen Verbraucherzentren (EVZ) hat sich 2006 fast verdoppelt, teilten die EVZ in Brüssel mit.
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Insgesamt 2979 Beschwerden gingen ein. 2005 waren es erst 1521.
In knapp zehn Prozent der Fälle kam die Beschwerde von deutschen Passagieren, bei sieben Prozent gab es Ärger mit einer in Deutschland ansässigen Fluggesellschaft.
Spitzenreiter ist in beiden Fällen Irland: Die Iren trugen gut 14 Prozent aller Beschwerden zusammen, bei den beanstandeten Fluggesellschaften kam Irland auf einen Anteil von 24 Prozent. In dem Land hat unter anderem der Billigflieger Ryanair seinen Sitz.
"Es sind aber nicht nur die Low-Cost-Carrier, die Probleme machen, sondern alle Airlines", sagte Jutta Gurkmann, die Leiterin des EVZ Deutschland in Kehl am Rhein.
Jeder dritte Beschwerdefall (33 Prozent) drehte sich um Ärger mit dem Gepäck.
Ausgefallene Flüge machten 26 Prozent der Beanstandungen aus, Verspätungen 16 Prozent. Sieben Prozent der Reisenden beklagte, dass sie überhaupt nicht von A nach B gebracht wurden.
Positiv sehen die Verbraucherschützer, dass in 42 Prozent aller Streitfälle eine einvernehmliche Lösung gefunden wurde. Im Jahr zuvor lag diese Quote erst bei 22 Prozent.
Allerdings habe auch im Jahr 2006 in einem Drittel der Fälle keine oder zumindest keine zufriedenstellende Lösung gefunden werden können. "Wir sind auf einem guten Weg, aber es muss noch unheimlich viel getan werden", sagte Gurkmann.
Vor allem kämen viele Fluggesellschaften ihren Informationspflichten gegenüber den Reisenden zum Beispiel bei Flugausfällen nicht oder zu wenig nach.
Dass die Zahl der Beschwerden sich so stark erhöht hat, ist nach Ansicht der Expertin allerdings kein Indiz dafür, dass sich Service und Qualität der Airline-Angebote im vergangenen Jahr deutlich verschlechtert hätten. Auch spiele eine Rolle, dass viele Passagiere heute besser über ihre Rechte aufgeklärt seien und die europaweiten Beschwerdestellen immer bekannter würden.
Auch die Zunahme des Flugverkehrs in Europa wirke sich auf die Beschwerdezahl aus.
Wer Grund zur Klage hat, kann sich formlos an das Europäische Verbraucherzentrum wenden (Rehfusplatz 11, 77694 Kehl (Tel. dienstags bis donnerstags: 07851/99 14 80, E-Mail: info@euroinfo-kehl.eu, Internet: www.euroinfo-kehl.eu).
- Wenn der Koffer weg ist Der Albtraum am Gepäckband 03.12.2007
- Reiseurteile Der Pilot hat immer Recht 02.10.2007
(sueddeutsche.de/dpa/kaeb)
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"...beschweren sich Fluggäste in Europa über solche Probleme. Die Zahl der grenzüberschreitenden Beschwerde- und Streitfälle bei den Europäischen Verbraucherzentren (EVZ) hat sich 2006 fast verdoppelt, teilten die EVZ in Brüssel mit.
Insgesamt 2979 Beschwerden gingen ein. 2005 waren es erst 1521.
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Es wäre bei diesem Artikel hilfreich gewesen das ganze Prozentual zu betrachten.
Dann könnte man auch vergleichen, um wieviel Prozent die Flugbewegungen zu genohmen haben, wieviel Prozent mehr Passagiere unterwegs waren, wieviel %....
Denn nur wenn ich weis wieviel mehr Personen geflogen sind, kann ich Beschwerden auch sinnvoll vergleichen.
Denn nur zu sagen 1500 Beschwerden mehr ist nicht unbedingt sehr aussage kräftig.
Diese Art der Faktendarstellung bringt nur der OBerflächlichen Darstellung etwas.
....Beschwerden! Und wie hoch ist die Zahl aller Passagiere?