Beinahe-Abstürze, Flugkapitäne im Drogenrausch und randalierende Passagiere - es gibt Flüge, die man so schnell nicht vergisst. Eine Auswahl.
"Tut mir leid, Sie können nicht starten - es sind zu viele Männer an Bord." Die 135 Männer und 19 Frauen, die mit Easyjet zum Skiurlaub von Liverpool nach Genf fliegen wollten, glaubten wohl, sich verhört zu haben. Hatten sie aber nicht. Der Männerüberschuss machte das Abheben unmöglich.
Bevor einer der Passagiere "Diskriminierung!" rufen konnte, erfuhren sie den Grund: Das Flugzeug war sowieso schon mit Skigepäck überlastet und mit den vielen Männern einfach zu schwer, und zwar eine Tonne. Denn in Europa werden Männer mit einem Durchschnittsgewicht von 88 Kilogramm veranschlagt, Frauen mit 70 Kilogramm - wobei die Airlines eine etwas ausgewogenere Geschlechterverteilung voraussetzen. Das ging diesmal schief.
Eine halbe Stunde später konnte das Flugzeug doch noch starten: Vier Passagiere ließen sich finanziell entschädigen und nahmen eine spätere Maschine. In dieser waren die Geschlechter offenbar gleichmäßiger verteilt.
"Voll in der Luft", das erlebten auch Passagiere im nächsten Fall - allerdings im übertragenen Sinn ...
Süddeutsche.de/dpa/kaeb/tob
Bild: Bloomberg23. Januar 2013, 11:02 2013-01-23 11:02:00 © Süddeutsche.de/Reuters/dapd/dpa/AFP/dd/kaeb