Die Nordic Walking-Mania treibt neue, schöne Blüten - vom Nordic Jumping bis zum Zen Walking
Wo früher Johnnie Walker kam, wenn der Tag ging, geht Johnnie heute Walken, wenn der Tag kommt. Nordic Walking, die finnische Form des Trockenskilanglaufs, findet immer mehr Anhänger. Bis vor kurzem wurden sie noch milde belächelt, jene zackigen und aufrechten Morgensportler, die - den Blick unbeirrbar nach vorne gerichtet - immer ein Ziel zu fixieren scheinen. Der gesundheitliche Effekt indes ist unbestritten: Nordic Walking kurbelt die Fettverbrennung an, versorgt den Organismus mit Sauerstoff, und beim lockeren Nach-vorne-Schwingen der Stöcke werden die Gelenke entlastet und die Schulter-, Arm- und Brustmuskulatur gestärkt. Die Disziplin mit inzwischen mehr als zwei Millionen Aktiven in Deutschland kommt damit nicht zuletzt der Figur zugute.
(© Foto: AP)
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Doch wie das so ist mit den menschlichen Erfindungen: Irgendwann wird auch die schönste von ihnen langweilig und die Vorreiter der Branche ersinnen wieder etwas Neues. So hat beim Nordic Walking der "Fitness-mit-fun"-Gedanke Einzug gehalten, der sich hauptsächlich in vier neuen Trends niederschlägt. Nordic Hill Walking heißt einer von ihnen, der auf den ersten Blick so neu nicht ist - versteht man darunter doch nichts anderes als ein zügiges Marschieren mit den Stöcken bergauf und bergab. Ein Novum ist hier vor allem der Power-Gedanke: Bei einem mindestens 30-minütigen Workout (am besten zwei bis drei Mal pro Woche) achtet man weniger auf die grüne Idylle mit dem atemberaubenden Ausblick, als vielmehr auf ein kräftiges Abdrücken mit den Füßen vom Boden, auf bewussten Stockeinsatz und eine tiefe und kräftige Atmung. Angebote wie "Nordic Walking Power Hour" in der Wildschönau oder "Laufend Hochgefühle" in Deutschlands erster "Nordic High Walking Arena" in Reit im Winkl haben inzwischen Konjunktur.
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Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev
Träumen, planen, reisen