Die EU-Kommission will im Falle einer solchen Gebühr prüfen, ob die USA mit dem Eintrittsgeld heimlich wieder die Visumspflicht für Europäer einführen.

Die EU-Kommission hat Pläne des US-Kongresses, von Reisenden eine Einreisegebühr einzufordern, heftig kritisiert. Die Einführung einer solchen Gebühr wäre "ein Schritt zurück in unseren gemeinsamen Bemühungen, die transatlantische Mobilität zu erleichtern", sagte ein Sprecher von EU-Justizkommissar Jacques Barrot.

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Nach den Plänen des Kongresses sollen bei der Einreise in Zukunft zehn Dollar gezahlt werden.

Die Regelung soll nur für Länder gelten, die eine sogenannte Visa-Waiver-Vereinbarung mit den USA haben - deren Bürger also bei Aufenthalten von weniger als 90 Tagen ohne Visum und Kosten in die USA einreisen können.

Dies gilt für die meisten Europäer sowie für Reisende aus Japan, Australien, Neuseeland und einigen kleineren Ländern. Bürger aus Staaten, die für die Einreise in die USA ein Visum beantragen müssen, müssen dabei ohnehin Gebühren bezahlen.

Seit Januar müssen sich Bürger aus den Ländern ohne Visumspflicht spätestens 72 Stunden vor ihrer Abreise in die USA allerdings über ein Online-Portal namens Esta ("Electronic System for Travel Authorization") bei den US-Behörden registrieren. Über dieses Portal soll nach den im US-Kongress diskutierten Plänen auch die Eintrittsgebühr von zehn Dollar erhoben werden, mit der nach Vorstellung einiger Abgeordneter ein Werbeprogramm für Reisen in die USA finanziert werden soll.

Kommissionssprecher Michele Cercone erklärte, die Kommission werde bei einer Umsetzung dieser Überlegungen prüfen müssen, ob Esta nicht einer Wiedereinführung der Visumspflicht durch die Hintertür gleichkomme.

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