Deutschland Unesco Welterbe
Von Katja Schnitzler

Wütende Teufel, weinende Statuen und Wunder der Handwerkskunst - die von der Unesco geschützten deutschen Kirchen und anderen Sakralbauten beeindrucken nicht nur durch ihre Größe.

Kölner Dom, Nordrhein-Westfalen (Welterbe seit 1996)

Er gehört zu den beliebtesten und meistbesuchten Gotteshäusern weltweit, nicht nur, weil der Kölner Dom ein Gebäude der Superlative ist: Bei seiner Fertigstellung im Jahr 1880 war er das höchste Gebäude der Welt. 157 Meter ragen die Türme in die Höhe, doch schon 1884 wurde der Dom vom Washington Monument in den USA mit 169 Metern übertroffen. Heute ist die "Hohe Domkirche St. Peter und Maria" immerhin noch das drittgrößte Gotteshaus weltweit, die Westseite bleibt mit etwa 7000 Quadratmetern die größte Fassade eines Sakralbaus. Genug Platz für die berühmten Fenster mit den farbigen Glasmalereien - das neueste kam im Jahr 2007 hinzu. Gestaltet wurde es nach einem Entwurf des Künstlers Gerhard Richter, so dass es statt "Südquerhausfenster" meist "Richter-Fenster" genannt wird. Die Fenster sind nicht die einzigen Schätze im Kölner Dom, dessen Architektur das Paradebeispiel einer hochgotischen Kathedrale ist. So zeigt das Gero-Kreuz aus dem Jahr 976 die erste erhaltene Monumentalfigur des gekreuzigten Christus. Und der Schrein der Heiligen Drei Könige ist die größte Goldschmiedearbeit des Mittelalters.

Bild: dpa

31. Juli 2012, 17:00 2012-07-31 17:00:00  © Süddeutsche.de/dd/gba

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