Pünktlich zur Weihnachtszeit sollen die Preise für Bahnreisen kräftig steigen: Um knapp vier Prozent im Fernverkehr, auf regionalen Strecken um 2,7 Prozent. Die Bahn begründet den Schritt mit gestiegenen Energiekosten. Dabei konnte der Konzern seinen Gewinn zuletzt deutlich steigern.
Wie fast jedes Jahr macht die Deutsche Bahn ihren Kunden pünktlich zur Weihnachtszeit ein äußerst unwillkommenes Geschenk: Wie der Konzern ankündigte, werden die Fahrpeise zum Fahrplanwechsel im Dezember deutlich ansteigen.
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Die Bahnpreise steigen: Für Fernstrecken hat der Konzern höhere Preisanstiege angekündigt als für den Nahverkehr. (© dapd)
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Fahrkarten im Fernverkehr kosten dann im Schnitt 3,9 Prozent mehr, wie der für Personenverkehr zuständige Bahn-Vorstand Ulrich Homburg am Donnerstag ankündigte. Im Nahverkehr fällt die Erhöhung geringer aus: Dort werden Tickets demnach durchschnittlich 2,7 Prozent teurer. Zur Begründung nannte Homburg "deutlich gestiegene Personal- und Energiekosten".
Homburg, der die Preismaßnahme als "moderaten Anstieg" bezeichnete, verwies darauf, dass die Strompreise in den vergangenen zwei Jahren um etwas mehr als zehn und die Kraftstoffpreise um mehr als 20 Prozent gestiegen seien. Allerdings verzeichnete der Konzern für 2010 deutlich bessere Geschäftszahlen als im Vorjahr - die Kunden bekommen von diesem Plus nichts zu spüren.
Die Bahn hatte ihre Einnahmen um 17,3 Prozent auf 34,4 Milliarden Euro gesteigert. Unter dem Strich stand damit im vergangenen Jahr ein Plus von 27,5 Prozent auf knapp 1,1 Milliarden Euro, wie aus dem Jahresbericht hervorgeht. Vor Zinsen und Steuern (Ebit) verdiente der Konzern 1,9 Milliarden Euro, 10,7 Prozent mehr als 2009. 2010 hatte die Bahn die Fahrpreise im Fernverkehr nicht und im Regionalverkehr um 1,9 Prozent erhöht, 2009 waren es 1,8 Prozent.
Diese Zahlen sind Durchschnittswerte, die Preiserhöhungen für einzelne Verbindungen können stärker oder geringer ausfallen, wie Homburg vorrechnete. So steigt der normale Fahrpreis zweiter Klasse von Stuttgart nach München um einen Euro oder 1,9 Prozent. Von Frankfurt nach Mannheim ist künftig ebenfalls ein Euro mehr zu entrichten, was in diesem Fall eine Steigerung von 26 auf 27 Euro oder um 3,8 Prozent ausmacht.
Frühbucher können ihr Weihnachtsgeld vor den Preiserhöhungen retten: Bis zum 10. Dezember gelten noch die alten Preise - auch für Fahrten nach dem Stichtag. Für die Weihnachtstage wird eine Buchung allerdings erst in etwa zwei Wochen möglich sein.
Mit Mehrkosten rechnen müssen Bahnreisende auch bei Sitzplatzreservierungen. Anders als bisher werden diese ab Dezember an Automaten und Schaltern vier Euro kosten. Online und am Fahrkarten-Automaten müssen Kunden daher deutlich mehr zahlen, am Schalter im Reisezentrum dafür etwas weniger.
Teurer wird auch der Maximalpreis für die einfache Fahrt in der zweiten Klasse. Er steigt von 129 auf 135 Euro, also um 4,7 Prozent. Homburg sagte, 89 Prozent aller Fahrten im Fernverkehr seien rabattiert. Auch wer das Rabattsystem der BahnCard (BC) nutzt, muss künftig mehr zahlen: Die BC 25 für die zweite Klasse kostet 59 Euro (plus 2 Euro), BC 50 für die zweite Klasse 240 (plus 10 Euro), BC 100 für die zweite Klasse 3.990 Euro (plus 190 Euro). Keine Erhöhungen soll es dagegen für die ermäßigte BahnCard 25 und die Jugend BahnCard 25 geben.
Auch die Spezialpreise im Fernverkehr bleiben von den Teuerungen verschont. Die verbilligten Tickets nutzen etwa ein Drittel aller Fernreisenden. Sie gebe es allerdings auch nur "solange der Vorrat reich", sagte Homburg.
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(sueddeutsche.de/dpa/leja)
UN-Tourismusorganisation
Träumen, planen, reisen
Die Modelle der Bahn sind altbacken, wie bei vielen deutschen Unternehmen. Wenn die wirtschaftliche Flaute kommt, wird zu allererst Personal freigesetzt, wenn die wirtschaftliche Lage gut ist, werden schnell die Preise erhöht, um Kasse zu machen. Man kann aber auch durch Preisreduzierung mehr Kunden erhalten und dadurch Umsatz und Gewinne steigern. Aber, ein Unternehmen, das mit dem Service und der Qualität seines Produktes Schwierigkeiten hat, muss natürlich den Weg über die Preiserhöhung gehen. Langfristig fährt man aber mit einer solchen Geschäftspolitik den Karren in den Sand. Ich würde mir durchaus mutigere Manager bei der Bahn wünschen, aber mehr Fahrgäste würden die Deutsche Bahn ja nur noch mehr überfordern.
... das Geld braucht die Bahn für die wirklich wichtigen Dinge. Gerade auf Heise Online gelesen:
"Bahn will zuverlässige Internetzugänge auf allen ICE-Strecken"
Da stören dann auch die Verspätungen nicht mehr so, wenn sich Anzugträger vom Typ "total gestresster Manager" endlich auch im Zug bei "Farmville" kloppen können.
Die Argumentation ist bei der Bahn immer die Selbe - gestiegene Personal- und Energiekosten.
Wie wäre es, wenn die Bahn sich mal wirklich wie ein freies Unternehmen verhält und ihre Kunden durch mehr Leistung und Qualität von einem etwas höheren Preis überzeugt?
Ach stimmt, hier ist ja genau die Schwachstelle.
Rein ökonomisch verlaufen bei der Bahn Personal- und Energiekosten konträr den Kosten für Qualität und Service, also dürften theoretisch die Preise nicht steigen. Wenn man allerdings davon ausgeht, daß wir bei Qualität und Service schon bei null angekommen sind, nur dann sind Preissteigerungen bei der Bahn gerechtfertigt.
Wie auch immer, wir sehen uns auf der Autobahn und im Flughafen.
Das ist der Vorteiel an staatlisch geschützten Monopolen: man kann einfach tun und lassen was man will.So ähnlich funktionieren ja auch die öffetnlich-rechtlichen, deren Qualität zunehmden gegen Null geht wohiongegen die Gebühren nach oben schnellen und trotzdem muss man Werbung am Wochenende hinnehmen. Was soll man denn tun?
Die Bahn ist ein wichtiges Verkehrsmittel, das allen Bürgern zur Verfügung stehen muss, nicht nur den begüterten. Das sollte Teil einer großangelegten Strategie sein hin zum notwendigen ökologischen Umbau dieses Landes. Das wird man aber mit der Politkerriege der Ramsauers, Aigners, Rösslers, Schröders, WW's und Nebelkerze usw.. einfach nicht hinkriegen.
Verdienen wir wirklich das, was andere wählen? Und wozu sind die anderen Parteien nicht mutiger, visionärer und bereiten einer positiven Zukunft den Weg? Warum empören sie sich nicht über derartige Nachrichten? Ach richtig, die haben ja gerade genug zu tun, gigantische Steuergelder von unten nach oben umzuverteilen und die Großbanken zu füttern in ihrem unstillbaren Appetit und in ihrer blinden Zerstörungswut.
Frau Klatten und Konsorten müssen versorgt werden...
O wie schön ist Panama!
Geil.
:D
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