Im Urlaub und auf Geschäftsreisen können Wertsachen im Hotelsafe gesichert werden. Doch moderne Langfinger haben es nicht nur auf die Brieftasche ihres Opfers abgesehen: Heutige Hoteltechnik ruft auch Datendiebe auf den Plan.

Experten raten, im Hotel vorsichtig bei der Nutzung von Internet und interaktiven Fernsehern zu sein. "Urlauber müssen sich in Hotels vor Hackern in Acht nehmen", sagt Michael Dickopf vom Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) in Bonn. Denn in der modernen Hoteltechnik zeigten sich Sicherheitslücken, durch die Datendiebe vertrauliche Gästedaten ausspähen könnten. Dies betrifft neben privaten E-Mails und Hotelrechnungen auch Kreditkarteninformationen.

(© Foto: dpa)

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Schutzmechanismen nicht eingeschaltet

Zum einen bieten viele Hotels heute drahtlosen Internetzugang an, damit Gäste mit dem Laptop ihre E-Mails abrufen und Bankgeschäfte, Einkäufe oder Flugreservierungen online erledigen können. "Solche Internet-Hotspots sind jedoch häufig zu wenig abgesichert", sagt Dickopf. Oft vergessen die Betreiber, Schutzmechanismen wie eine Verschlüsselung der Online-Verbindung einzuschalten. "Im Hotel sollte man daher keine vertraulichen Daten über das Internet versenden. Online-Banking zum Beispiel empfiehlt sich hier nicht", so Dickopf.

Doch selbst wer im Hotel die Finger von der PC-Technik lässt, ist vor Datendiebstahl nicht sicher. Hacker können auch über das Hotelfernsehen Daten ausspähen. In modernen Hotels dient das Fernsehgerät als Schaltzentrale für diverse Kundenwünsche: So bietet es häufig auch Bezahl-Fernsehen und Webzugang. Oft können Gäste sogar das Auschecken über den Fernsehschirm erledigen.

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