Mit Zettel und Stift musste die Lufthansa heute ihre Passagiere einchecken. Eine Computerpanne hatte den Check-In lahmgelegt.
Ein Ausfall des zentralen Lufthansa-Check-In-Systems hat weltweit zu Verzögerungen bei der Abfertigung sowie zu Verspätungen und einzelnen Flugausfällen geführt.
Mit Verspätungen muss wegen der Computerpanne noch bis morgen gerechnet werden. (© Foto: ddp)
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Das System kam kurz vor 04.00 Uhr während eines routinemäßigen Software-Updates zum Stillstand, wie ein Sprecher sagte. Zwar habe man den Server um 08.00 Uhr wieder starten können. Bis zum Mittwochabend könne es aber zu Verspätungen kommen.
Wegen des Systemausfalls musste die Lufthansa weltweit auf manuelles Einchecken umstellen. Passagiere wurden per Hand mit Stift und Papier eingecheckt werden, sagte Lufthansa-Sprecher Thomas Jachnow.
Das Gepäck muss zudem am Flugzeug manuell den Passagieren zugeordnet werden, um die Sicherheitsvorschriften zu erfüllen.
Die Maschinen hätten dadurch Verspätungen von maximal einer Stunde. Einzelne Flüge im Europaverkehr seien auch gestrichen worden. Von der Panne nicht betroffen sei der Online-Check-In.
Das Unternehmen empfahl Kunden, die im Laufe des Mittwochs abfliegen wollen, die Möglichkeit eines Check-Ins im Internet auf lufthansa.com zu nutzen. Weitere Informationen gibt es außerdem unter der Telefonnummer 01 805 805 805.
Bereits im Jahr 2004 hatte ein Ausfall der Check-in-Computer der Lufthansa für endlose Schlagen, verärgerte Passagieren und gestrichene Flüge gesorgt.
(AP/dpa/dd)
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Was passiert eigentlich, wenn ich zu Hause online einchecke, den Flug dann aber wegen verspäteter S-Bahn nicht wahrnehmen kann?
Genau deswegen checke ich immer erst dann ein, wenn ich auch am Flughafen bin. Und dort war das dann ja eben scheinbar auch am Automaten nicht möglich. Insofern haben die Passagiere m.E. nicht versagt, sondern einzig und alleine die Lufthansa.
Machen die eigentlich keinen Test auf einem Testsystem, bevor die ein Update auf dem Produktivsystem einspielen? Aber vermutlich alles billig, alles schnell. Und solange solche Störungen keine gravierenden Konsequenzen haben, wird auch weiter "billig und schnell" weitergemacht. Der Kunde lässt es sich ja gefallen und fliegt nächstes mal wieder mit LH.
Es ist schon bemerkenswert, dass trotz funktionierendem Online-Checkin so ein Chaos ausbricht. Das ein System mal komplett die Grätsche macht ist übel, soll und darf eigentlich nicht passieren, aber in Zeiten, wo man sich den Bordingpass sogar auf's Handy mailen kann, unverständlich.
Natürlich kann man nicht für jeden Flug weltweit online einchecken, aber ein Großteil der Flüge ist dafür freigegeben. So hat nicht nur die Technik der Lufthansa versagt, sondern auch ein großer Teil der Passagiere, die am liebsten noch Papiertickets hätten.
Gut, wer sich an der Schlange unbedingt anstellen will...