In der guten alten Zeit des Fliegens gehörte eine Gratis-Snacktüte vor Abflug selbst auf den kürzesten Inlandsflügen der Lufthansa immer zum Serviceangebot, auf längeren Routen erwarteten auch Economy-Gäste selbstverständlich ein Menütablett und Getränke ohne Aufpreis. Das ist lange vorbei, bei großen Linienfliegern ebenso wie bei den neu entstandenen Billiggesellschaften. Die Fluggäste zahlen heute wesentlich weniger für die eigentliche Beförderung von A nach B als früher, müssen dafür aber bis auf wenige Ausnahmen in Kauf nehmen, für jede Extraleistung den Geldbeutel zu zücken. Fast alle Billigflieger verkaufen an Bord Snacks und Getränke, Qualität und Preisniveau sind dabei höchst unterschiedlich. Andreas Spaeth hat einen Blick auf die Angebote der Bordverpflegung der wichtigsten Billiganbieter ab Deutschland geworfen.
(© Foto: DDP)
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Air Berlin: Die zweitgrößte deutsche Fluggesellschaft bietet unter dem Motto "Full Service fliegen, wenig zahlen" auch auf Linienflügen gratis Imbiss und Getränke an. Auf den Städteflügen des Euro Shuttle gibt es Sandwiches mit unterschiedlichem Belag, der wöchentlich wechselt. Tester der Zeitschrift Reise & Preise lobten kürzlich die "fingerdick mit schmackhaftem Frischkäse geschmierten und zusätzlich mit reichlich Aufschnitt belegten" Brötchen bei Air Berlin. Auf längeren Strecken gibt es abhängig von Flugdauer und Tageszeit ein kaltes oder warmes Menü, alkoholfreie Getränke sind ebenfalls immer kostenlos. Ab dreieinhalb Stunden Flugdauer gibt es eine Auswahl aus zwei Menüs sowie ein Glas Wein, Sekt oder Bier gratis.
dba: Nachdem zwischenzeitlich Snacks und Getränke an Bord verkauft worden waren, hat sich dba darauf besonnen, als Zeichen des "Willkommens an Bord" das Angebot wieder kostenlos abzugeben. Herausragend dabei der Prosecco Josello in der stilvoll blauen Flasche. Auch Wein und Bier sind ebenso gratis wie Kaffee, Tee und alkoholfreie Getränke. Satt wird man bei dba allenfalls morgens - dann stehen Marmorkuchen und Laugenstangen zur Auswahl. Auf den übrigen Flügen gibt es lediglich Müsli-Riegel, Kartoffelchips oder Bio-Salzstangen zum Beißen.
Easyjet: Die billigen Engländer haben nichts zu verschenken. Die Grundbedürfnisse werden günstig befriedigt - Säfte und Limonaden sind mit einem Euro so billig wie nirgends in der Luft, ebenso Mineralwasser mit 1,50 Euro. Richtig teuer ist Luxus - so kostet ein Fläschchen Champagner mit zwölf Euro satte vier Euro mehr als etwa bei Germanwings oder HLX, auch Bier und Wein sind mit fünf Euro überteuert. Vier bis fünf Euro sind für Snackpakete etwa mit Käsedip, Nüssen oder Schokoriegel plus Getränk zu entrichten, eine heiße Instant-Suppe kostet drei Euro. Alles andere als preiswert sind Baguettes und Sandwiches mit fünf Euro.
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