Bei so wenig Platz mussten die Häuser in die Höhe wachsen, so dass auf Hashima Japans erstes mehrstöckiges Wohnhaus aus Beton errichtet wurde. Auch in den Untergrund wich man aus. Auf der Insel gab es alles, dicht an dicht: Krankenhaus, Kindergarten und Schwimmbad auf den Dächern, Bordell und Tempel - nur einen Friedhof nicht. Im Januar 1974 wurde das Ende des Kohleabbaus auf Hashima verkündet, man setzte nun auf Erdöl. Bis zum April hatten alle Bewohner die Insel verlassen. Zurück blieben Möbel, Hausrat, Spielzeug - und eine dichte Bebauung, die seitdem von der Natur zurückerobert wird. Das Betreten war 35 Jahre lang verboten, doch inzwischen gibt es einen gesicherten Weg zwischen den Ruinen, so dass Touristenboote anlegen. Wer auf Bonds Spuren wandeln will, kann nun also eine Fahrt nach Hashima buchen.

Für Japaner hat sich dieses einstige Zeichen des Wohlstands gewandelt in ein Mahnmal für Ausbeutung und Vergänglichkeit. Die Insel trägt heute einen neuen Beinamen: Geisterinsel.

Bild: Citrinitas / CC-by-sa-3.0 20. November 2012, 11:142012-11-20 11:14:36 © Süddeutsche.de/kaeb/ihe/bavo