Eine querschnittsgelähmte 19-Jährige war schon an Bord des Flugzeugs, da weigerte sich ein Steward, die Frau mitzunehmen.
Menschen, die im Rollstuhl sitzen, stoßen auf Reisen oft auf Hindernisse - selbst dort, wo sie wirklich nicht damit rechnen. So ist in Frankreich eine querschnittsgelähmte Passagierin von einem Flug der Billiglinie Easyjet ausgeschlossen worden, weil sie keinen Helfer dabei hatte.
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Sie habe ganz normal für den Flug Paris-Nizza eingecheckt, sagte die 19-Jährige. Anschließend sei sie bis zum Flugzeug von einem Helfer begleitet worden. Im Flugzeug selbst habe dann ein Steward erklärt, sie könne nicht mitfliegen, weil sie an Bord keinen Begleiter habe.
Die junge Frau sei dann wieder aus dem Flugzeug befördert worden und habe am Easyjet-Schalter ein Gratis-Ticket für den nächsten Flug bekommen. Ein Passagier sei gebeten worden, sie zu begleiten. Die 19-Jährige hatte ihren Flug wie sonst auch im Internet gebucht.
Bisher habe sie nie Probleme gehabt, sagte sie. Die Frau wandte sich nach eigenen Angaben an mehrere Behindertenverbände, bekam bislang aber keine Antwort.
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(sueddeutsche.de/AFP/kaeb)
"Undercover" bei Paketzusteller GLS
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Warum die Aufregung und ich versteh auch das Mädl nicht?
Der Stewart hat seine Vorschriften und wird sich im Interesse seines Arbeitsplatzes daran halten.
Das Mädl weiß, daß sie eine Begleitperson braucht- warum kümmert dann SIE sich nicht darum eine solche zu finden? Es waren bestimmt beim Check-In genügend Mitreisende um Sie rum, an die sie sich hätte wenden können. Einer 19-Jährigen ist das wohl zuzutrauen.
Easyjet hat meines Erachtens richtig und auch Kundenfreundlich im Rahmen ihrer Möglichkeiten gehandelt.
Daß das Mädchen jetzt bei Verbänden rumheult und von denen keine Antwort bekommt ist ebenfalls nachvollziehbar und spricht dafür, daß dort leute mit gesunden Menschenverstand sitzen.
bin mal vor jahren mit dem kinderwagen raus zu gunsten eines rolli. der busfahrer meinte der bus sei zu voll. keiner machte platz. wäre schon gegangen, wenn die üblichen ich sitze lieber am gang sitzer und die meine taschen brauchen auch ein sitzplatz sitzer mal gerückt wären....naja was solls intollerranz ist halt weit verbreitet
Also ich finde die Handlungsweise des Stewards vollkommen nachvollziehbar.Man kann eine querschnittsgelähmte junge Frau nicht alleine fliegen lassen!
Genau so wenig wie man kleine Kinder oder alte Menschen alleine fliegen lassen kann.
Sollte etwas passieren oder sollte die junge Frau auch nur mal auf die Toilette müssen;kann man der Besatzung zumuten,dass sie sich darum kümmert?!?
Ich denke nicht.Zumal dies zu Lasten aller anderen Gäste an Board geht.Und auch zu einem Sicherheitsrisiko anwachsen kann.
Die junge Dame sollte am besten mit einer Gruppe anderer behinderter Menschen wegfahren,die von routinierten und geschulten Helfern begleitet wird.
Ich habe das Gefühl, dass hier entscheidende Informationen fehlen. Die Anzahl an körperlich behinderten Personen, die in einem Flugzeug transportiert werden dürfen, ist durch verschiedene Vorschriften begrenzt (vor allem in Abhängigkeit der Anzahl der Flugbegleiter, der Anzahl der (Not)-Ausgänge und dem Flugzeugtyp). Eventuell könnte die Mitnahme also auch daran gescheitert sein. Dies setzt aber natürlich voraus, dass mehr Personen Bordkarten bekommen haben, als Sitzplätze im Flugzeug vorhanden waren. Dies scheint allerdings bei Easyjet eine häufiger "Fehler" zu sein, da es mir und drei Personen aus meinem Bekanntenkreis schon widerfahren ist, dass wir am Gate abgewiesen wurden, da die Maschine schon voll besetzt war.
Die einleitende Anmerkung gilt übrigens auch für das immer wiederkehrende Thema, weshalb behinderte Menschenen, Kinder etc. nicht in den Sitzreihen an den Notausgängen sitzen dürfen. Auch dort gibt es Vorschriften, die Gewisse körperliche und (auch sprachliche) Anforderungen stellen, damit die Passagiere in diesen Reihen bei einer Evakuierung die Notausgänge öffnen können.
Die Frage ist doch wirklich nicht: Warum hat sich niemand gefunden, der sich die Dienstmütze des "offiziellen Begleiters" aufgesetzt hat?
Für mich stellt sich die Frage: Warum muss ein Mensch, der sich im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte befindet überhaupt auf Reisen soetwas antun, wie einen offiziellen Begleiter?
Wo sind wir denn, dass wir hierzulande immernoch Menschen, die nach der gesellschaftlichen Norm nicht ganz stromlinienförmig sind auf diese Weise erniedrigen.
Man überlege sich mal: Ein Flugzeug voller Menschen! Hier eine Handreichung, dort eine kleine Nettigkeit, und schon sind alle verstaut und sitzen auf ihren Plätzen. Wo ist das Problem?
Die Diskriminierung ist nicht erst durch den Steward geschehen. Diese allgemeine "Begleiterregelung" ist der Skandal!!
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