Bildband "The Gathering of the Juggalos"Familientreffen der Ausgestoßenen

Hip-Hop, Tätowierpistolen und Clownsgesichter: Daniel Cronin porträtiert die jährliche Pilgerreise jugendlicher Randexistenzen zu einem Musikfestival. Dabei hält er verblüffend zärtliche und intime Momente fest.

Von Jochen Temsch

Hip-Hop, Tätowierpistolen und Clownsgesichter: Daniel Cronin porträtiert die jährliche Pilgerreise jugendlicher Randexistenzen zu einem Musikfestival. Dabei hält er verblüffend zärtliche und intime Momente fest. Von Jochen Temsch

Dieser Bildband handelt gleich auf zweifache Weise vom Reisen. Zum einen, weil er das Ergebnis einer großen Fahrt des Fotografen Daniel Cronin ist, der über mehrere Jahre hartnäckig sein Projekt verfolgte, eine Gruppe junger Menschen zu porträtieren, die nicht nur niemand haben will, sondern die es nach offizieller Leseart eigentlich gar nicht geben darf: die arbeits- und obdachlosen Jugendlichen, die traumatisierten Kinder verarmter Familien, die Unverstandenen, Verlierer und Geschlagenen - alle, die im unsichtbaren Kastensystem der amerikanischen Gesellschaft nach unten gerutscht sind und sich selbst als Randexistenzen definieren.

Bild: Daniel Cronin/Prestel 31. Mai 2013, 09:592013-05-31 09:59:28 © SZ vom 29.05.2013/cag