Stillstand an den Flughäfen: Die Gewerkschaft Verdi fordert für die Flughafen-Bediensteten acht Prozent mehr Geld. Einige Flüge wurden gestrichen.

Flugreisende von und nach Berlin müssen heute mit erheblichen Einschränkungen im Flugverkehr rechnen. Wegen zwei Warnstreiks von Mitgliedern der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi auf den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld sind am Donnerstagmorgen zahlreiche Flüge ausgefallen. Außerdem gab es teilweise erhebliche Verspätungen.

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An den Berliner Flughäfen wird gestreikt - erste Flüge mussten bereits gestrichen werden. (© Foto: AP)

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Wegen des um 06.00 Uhr in Tegel begonnenen Streiks mussten neun Flüge gestrichen werden, sagte ein Flughafensprecher. Nach 06.30 Uhr kam der Flugverkehr zeitweilig praktisch zum Erliegen, zumal vor allem die Lufthansa vorsorglich Flüge gestrichen hatte.

Bei den Flügen von und nach Berlin gab es gegen 07.30 Uhr Verspätungen von bis zu einer Stunde. Der Warnstreik in Tegel soll um 08.00 Uhr beendet werden, eine Normalisierung des Flugverkehrs werde aber erst im Laufe der Vormittags erfolgen.

Der ebenfalls auf zwei Stunden anberaumte Warnstreik in Schönefeld hatte um 07.00 Uhr begonnen. Auch hier legten Mitarbeiter der Fluggastinformation und Fahrer von Spezialgeräten die Arbeit nieder. Hier kommt es zunächst nicht zu Flugstreichungen, viele Abflüge verspäten sich aber um teilweise mehr als eine Stunde.

Mit den Arbeitsniederlegungen will die Gewerkschaft Druck in den Tarifverhandlungen mit den Betreibern der Flughäfen ausüben. Für die etwa 1500 Beschäftigten fordert Verdi in der aktuellen Tarifrunde mit den Berliner Flughafenbetreibern acht Prozent mehr Geld. Die Arbeitgeber haben bisher lediglich 2,6 Prozent und eine Einmalzahlung geboten.

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(dpa/bica)