Das Ötztal wartet mit einer Tour auf, die auch anspruchsvolle Bergwanderer zufriedenstellt.
Eine Million Schilling haben die Ötztaler Gemeinden, die Verkehrsbetriebe und das Land Tirol hingeblättert, um einen einzigen Höhenweg herzurichten. Vier Jahre hatten Planung und Bau des "Panorama-Höhenweges" gedauert, des "höchsten und schönsten hochalpinen Höhenwanderweges", wie die Erbauer vollmundig verkünden.
Auf 2600 Metern Höhe ist Halbzeit (© maropublic)
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Von der Talstation der Gaislachkogelbahn in Sölden geht es mit dem blauen "Ötztaler". bis auf 2.700 Höhenmeter. Der Bus hält direkt am Einstieg zum Ötztaler Panorama-Höhenweg.
Die Promenade verengt sich zum Handtuch
Fast zwei Meter breit und promenadenartig ist der Anfang des Weges. Es geht erst bergan, dann zick-zack hinunter ins Seiterkar. Hier ist der Weg nur noch handtuchbreit. Über Blockwerk, sauber verlegte Platten und liebevoll angelegte Steintreppchen führt der Weg weiter.
Auf einer blumenbesetzten Grasterrasse geht es um den Ostgrat des 3.309 Meter hohen Mutkogels herum. Dabei bietet sich ein fast senkrechter Tiefblick auf Heiligenkreuz und Winterstall tief drunten im Venter Tal.
Über die Bergarena des Mutbodens, der alles anbietet, was zum Klischee der Alpenromantik gehört: weidende Schafe, Wasserfälle, rostbraune Felsblöcke und hoch darüber der Weiße Kogel (3.407 Meter). Schließlich gelangt man in 2.600 m Höhe zur Tafel, die die Halbzeit des Weges markiert.
Steiler Hang - Tiefer Abgrund
Die Bergab-Tour ist fast eine Stunde kürzer, macht sich aber deutlich stärker in den Kniegelenken bemerkbar. Zwanzig Meter lange Gletscherschliffe markieren den weiteren Weg. Ein kurzer Aufstieg bis zum Beginn des Weißkar-Ostgrates treibt noch einmal den Schweiß aus den Poren, dann biegt der Weg nach Süden ab und verliert, nun schon im begrasten Gelände, deutlich an Höhe. Stellenweise ist die Route an der Bergseite mit Drahtseilen gesichert, so steil ist hier der Hang, so senkrecht der Abgrund zur Linken.
Vent kommt in Sicht, die Eisriesen des Hauptkammes, Similaun, Hintere Schwärze, und wie sie alle heißen, überragen das Gipfelgewimmel. Der steile Abstieg zum Felderjöchl führt über weiche Grasböden und geht noch einmal ordentlich in die Knie.
Anfahrt: Über die Inntalautobahn Richtung Innsbruck bis zur Abfahrt Ötztal, über die Bundesstraße nach Sölden zur Gaislachkogelbahn, von dort Weiterfahrt mit dem Bus zum Tiefenbachgletscher (2.800 Meter)
Zeit: etwa 4 bis 5 Stunden, 11 Kilometer Streckenlänge
Schwierigkeit: Der neu angelegte Weg ist überwiegend leicht zu begehen, an einigen Stellen ist Trittsicherheit und Schwindelfreiheit erforderlich, bei unsicherer Wetterlage ist von der Tour abzuraten
Einkehr: Restaurants in Vent
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(maropublic/dd)
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