Bergtour auf das Fellhorn Auf den Allgäuer Blumenberg

Trotz Bergbahn und winterlicher Intensivnutzung als Skigebiet: Das Fellhorn wird auch heute noch seinem Ruf als einer der schönsten Blumen- und Wanderberge Deutschlands gerecht.

Von Stefan Herbke

Mehr Informationen zu Flora und Fauna gibt es gleich zu Beginn der Tour in der Bergstation der Fellhorn-Seilbahn. Die "Bergschau 2037" wurde als Informationszentrum eingerichtet und hält auf 200 Quadratmetern Ausstellungsfläche Wissenswertes über Pflanzen und Tiere, über Wald, Wild und Jagd sowie Geologie, aber auch zu Alpwirtschaft und Tourismus bereit.

Gipfel des Fellhorn in den Allgäuer Alpen: Wohin das Auge auch schweift - Panoramaausblicke allenthalben.

(Foto: dpa)

Panoramasteig über steilen Wiesenflanken

Nur wenige Minuten sind es von der Ausstellung hinauf auf den Gipfel des Fellhorn (2037 m), der reichlich Platz bietet und dennoch für die vielen Besucher viel zu klein ist.

Also weiter, um Platz zu schaffen und Ruhe zu finden! Ein schöner Weg folgt dem Kamm, der links und rechts mit für den Allgäuer Grasbergen so typischen Wiesenflanken abfällt.

Zum Schauen gibt es reichlich, geradeaus läuft man direkt auf das Ostrachtal zu, rechts zeigen sich die höchsten Allgäuer Gipfel rund um die Mädelegabel, und links lenkt der Tiefblick ins Kleinwalsertal ab vom gegenüberliegenden Hohen Ifen mit dem Gottesackerplateau.

Reichlich Begeher gibt es auch auf diesem Teilstück, doch spätestens beim Wegweiser zur Schlappoldalpe und zur Mittelstation der Fellhornbahn werden es weniger.

Ein kurzer Gegenanstieg führt hinauf auf den Wiesenrücken des Schlappoldkopfs (1968 m) mit seinen sonnigen Mulden - der ideale Platz, um die Gipfelrast vom Fellhorn nachzuholen.

Einkehrstationen beim Abstieg

Ab jetzt geht es bergab, erst nur leicht fallend am Söllerkopf (1940 m) vorbei, dann zunehmend steiler bis kurz vor das Söllereck (1706 m), wo der Weiterweg wegen eines Wildbiologischen Schutzgebietes versperrt ist.

Eigentlich schade, doch dafür darf man jetzt an der Sölleralpe vorbeigehen, die durstige Kehlen garantiert nicht rechts liegen lassen.

Eine flache Straße quert die Hänge hinüber zur Bergstation der Söllerteckbahn, einem möglichen Endpunkt der Tour mit einem bequemen Bergab.

Deutlich anstrengender ist der Rückweg nach Faistenoy zu Fuß. Dem Wegweiser "Fellhornbahn Talstation" folgend, zweigt man rechts ab, quert ein kurzes Moorgebiet, und steigt über das Ghs. Hochleite nach Schwand ab. Knapp zwei Kilometer sind es noch bis zur Talstation, ein netter Spaziergang durch schöne Allgäuer Wiesen.

Info

Anfahrt: Mit dem Auto auf der Lindauer Autobahn bis Ausfahrt Jengen/Kaufbeuren, über Kaufbeuren, Kempten und Sonthofen nach Oberstdorf, erst Richtung Kleinwalsertal, dann den Wegweisern zur Fellhornbahn folgend nach Faistenoy und zum gebührenpflichtigen Parkplatz (www.fellhorn.de). Mit der Bahn nach Oberstdorf, mit dem Bus nach Faistenoy.

Zeit: 4 - 4,5 Std.

Schwierigkeit: Leichte Panoramawanderung auf guten Steigen, überwiegend bergab. Am Schluss langer Rückweg zur Talstation der Fellhornbahn

Einkehr: Bergrestaurant an der Fellhorn-Gipfelstation (1967 m), Sölleralpe (1522 m), Berggasthof Hochleite (1180 m, www.hochleite.de)

Karten: AV 2/1, Allgäuer-Lechtaler Alpen - Westblatt (1:25.000), BLVA UK L 8, Allgäuer Alpen (1:50.000)

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