Ein Bahn-Sprecher betont zwar, dass die Mitarbeiter in den Reisecentern angewiesen sind, auch mündlich auf das Abo hinzuweisen. Doch Manuel Lang zum Beispiel ist sich "tausendprozentig sicher", dass am Schalter niemand das Wort "Abo" erwähnt hat. Einzelne Unregelmäßigkeiten will auch der Bahn-Sprecher nicht ausschließen.

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Die Fälle

Für viele Kunden wird die Bahncard vor allem dann zu einer Abo-Falle, wenn sie über Dritte an die Karte gelangt sind. So verschenkt zum Beispiel die Internetbank Comdirect an Studenten eine Bahncard 25, wenn diese ein Girokonto eröffnen. Und auch über Ebay gibt es einen regen Handel mit Bahncard-Gutscheinen. In diesen Fällen glauben viele Kunden, das Geschenk oder der Kauf wären eine einmalige Sache.

Ein spezielles Problem aus Sicht der Verbraucherschützer sind zudem die Sonder-Bahncards, wie zum Beispiel die Fan-Karte zur Fußball-WM 2006. "Man konnte damals das Abo nur schwer durchschauen, weil mit einer Verlängerung der Karte geworben wurde, je nachdem wie die Nationalmannschaft spielt", sagt Birgit Zandke-Schaffhäuser. "Dass sich die Bahncard anschließend auch automatisch verlängert, das lag nicht auf der Hand."

Die Lösung

Die einfachste Lösung: rechtzeitig kündigen, also spätestens sechs Wochen vor Ablauf der Bahncard. Wenn es dafür zu spät ist, lohnt eine kostenlose Anfrage bei der Schlichtungsstelle Mobilität. "Wir unterbreiten der Bahn Lösungsvorschläge, die gut angenommen werden", so Zandke-Schaffhäuser. "Bei Bahncard-Problemen liegt unsere Erfolgsquote bei 90 Prozent."

Insbesondere in Härtefällen habe man Erfolg, etwa wenn Senioren beteiligt sind. Oder wenn Kunden die Bahncard nur brauchten, um zu ihrem Arbeitsplatz zu kommen, inzwischen aber ihren Arbeitgeber gewechselt haben.

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  1. Geschenk mit Tücke
  2. Sie lesen jetzt Teil 2: Was der Bahnkunde tun kann
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(SZ vom 28.4.2009)