Die Behinderungen im Bahnverkehr werden noch mindestens sechs Wochen andauern. Bei Kontrollen wurde ein neues Problem an einer ICE-Achse festgestellt.
Millionen Fernverkehrskunden der Deutschen Bahn müssen auf absehbare Zeit weiterhin mit überfüllten Züge und längeren Reisezeiten rechnen: Bei ihren technischen Überprüfungen von ICE-Zügen haben Experten eine weitere Achse mit "Auffälligkeiten" gefunden, wie Bahn-Chef Mehdorn erklärte.
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Reisende warten auf einen verspäteten Ersatzzug am Hauptbahnhof Leipzig. (© Foto: AP)
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Zuvor war bei den Inspektionen nach einem Radbruch in Köln Mitte des Jahres bereits bei einem anderen Neigezug des Typs ICE-T ein Riss in einer Achse festgestellt worden. Der neue Fall solle nun schnell geklärt werden, sagte Mehdorn.
Zudem sei die Herstellergruppe der Züge mit Konsortialführer Siemens an der Spitze aufgerufen, sich klar zur Sicherheit der Züge und zu den nötigen Inspektionsintervallen zu äußern. Regressansprüche an die Industrie behalte sich die Bahn weiterhin vor.
Keine Ersatzzüge mehr zur Verfügung
Damit sei die bisherige Ansage hinfällig, dass die Verspätungen und übervolle Zügen bis Mitte November überwunden seien. "Es sieht heute so aus, dass wir in den nächsten sechs Wochen keine große Marscherleichterung bekommen", sagte Mehdorn mit Blick auf die aktuellen Probleme im Bahn-Reiseverkehr. "Es wird auf absehbare Zeit noch bei Behinderungen bleiben müssen."
Auf die Frage, ob die Probleme bis zum Weihnachtsverkehr gelöst seien, sagte der Bahnchef: "Das hoffen wir."
Das Problem sei, dass man normalerweise für den Zusatzverkehr über die Feiertage Züge aus den Depots hole. Jetzt aber seien alle verfügbaren Züge bereits im Einsatz oder in den Werkstätten.
Sonderprüfungen bei ICE-Achse
Der neue Fall einer Achse, die "auffällig gewesen ist", wurde laut Mehdorn am Dienstagabend festgestellt. "Wir wissen noch nicht, was die wirklich hat", gestand der Bahn-Chef ein.
Möglich sei auch hier ein Riss. Dies solle schnellstmöglich mit Sonderprüfungen abgeklärt werden. Damit gebe es nun zwei Fälle, bei denen Sonderprüfungen Auffälligkeiten zutage gefördert hätten.
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Freundschaft zwischen den Geschlechtern
Träumen, planen, reisen
Als Nicht-ICE-Fahrer, sondern täglicher ALEX-Nutzer auf der Strecke Landshut-München wäre ich schon froh, wenn ich nur zwei Monate Unannehmlichkeiten in Kauf nehmen müsste. Tatsächlich zuckelt jeden Tag (wirklich, ohne Ausnahme !) der sogenannte Regionalexpress morgens zwischen Oberschleißheim und München-Hbf. bzw abends zwischen Eching und Freising der lahmen S-Bahn hinterher, mit der er sich das Gleis teilen muss. Das geht seit Monaten so. Die Zugebegleiter sagen dann oft Folgendes durch: "Vor uns fährt mal wieder die rasende Münchner S-Bahn. Dadurch erreichen wir Freising (und damit auch LA) eta 10 Minuten später. Auch wir haben dafür kein Verständnis"
Das ist zwar ganz nett, hilft aber auch nicht weiter - Anschlusszug oder-Bus ist weg. So werden es als Konsequenz jeden Tag 30-40 Minuten zusätzlicher weg zur Arbeit und nach Hause.
Wer angesichts dieser Zustände an einen Börsengang der Bahn denkt, hat für die Masse seiner zahlenden Fahrgäste offenbar nur Verachtung übrig. Hauptsache, das eigene Portemonnaie ist gut gefüllt...
wer alles für den Börsengang tut, tut irgendwann für den Börsengang alles.
Gell Herr Mehdorn, die Bilanz musss stimmen, egal, was dadurch eingespart wird, selbst wenn es die Sicherheit ist. Dumm nur, das die Bahn gegenüber dem Industriekonsortium der Achsenhersteller wie ein zahmes Kätzchen auftritt. afür tritt man den Fahrgästen etwas in den Hintern, die - streng genommen - Eigentümer der Bahn sind
Also Augen zu und durch, denn es winken ja Millionen Boni und dann soll Bahnchef werden wer will (mit all den geerbten Problemen) Aber davon kann Ihr ehemaliger Arbeitgeber Heidelberger Druck ja ein Lied singen...
Herr Mehdorn ist überfällig. Erst wettert er gegen die "untragbaren kurzen Serviceintervalle". Jetzt behauptet er "Sicherheit ist das oberste Gebot.
Lustig ist auch die Aussage:
"Bei ihren technischen Überprüfungen von ICE-Zügen haben Experten eine weitere Achse mit "Auffälligkeiten gefunden, wie Bahn-Chef Mehdorn erklärte."Wir wissen noch nicht, was die wirklich hat, gestand der Bahn-Chef ein."
SUPER ERKLÄRUNG!!!! So viel Sachverstand auf einem Haufen.
Erst hieß es: bis Anfang der letzten Woche. Dann bis letzten Freitag. Dann bis letzten Sonntag. Dann bis Mitte November. Und jetzt: bis kurz vor Weihnachten! Aber natürlich nur bis gaaanz kurz vor Weihnachten...
Zwar kann man der Bahn die Störungen selbst nur bedingt vorwerfen, aber die Kommunikation ist (wie immer) ein Witz. So dreist für dumm verkaufen kann man seine Kunden echt nur als Monopolist.
Was haben die doch für ein Glück gehabt, dass der Börsengang verschoben werden musste...