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Weitere Informationen zum Reisen im Altiplano

Es ist natürlich möglich, all diese Sehenswürdigkeiten auch ohne eigenen Wagen zu erreichen. Um aber ein Gefühl für die Einsamkeit und Abgeschiedenheit in den chilenischen Anden zu bekommen, lohnt sich die Investition.

Allerdings an dieser Stelle nochmals die Warnung: Ohne gründliche Vorbereitung und sorgfältige Planung begibt man sich hier schnell in Lebensgefahr.

Der Weg von Iquique über die Nationalparks Isluga und Lauca bis zurück an die Küste in Arica ist etwa 600 Kilometer lang und dauert drei bis fünf Tage. Unterwegs gibt es keine Möglichkeit, Proviant oder Benzin aufzufüllen, selbst genießbares Trinkwasser ist wegen des salzhaltigen Bodens nicht überall aufzutreiben. Zudem steigt in der Höhe sowohl der Benzinverbrauch des Autos als auch der Trinkwasserbedarf seiner Insassen. Besorgen Sie sich einen 20-Liter-Reservekanister für das Benzin und kalkulieren Sie auch den Wasservorrat großzügig!

Gutes, aktuelles Kartenmaterial ist ebenfalls wichtig, besser noch in Kombination mit einem GPS-Gerät zur Orientierung. Viele Autovermieter bieten zu ihren geländegängigen Jeeps oder Pickups außerdem die Möglichkeit, einen zweiten Reservereifen zu mieten. Spielen Geld und Ladefläche keine Rolle, dann ist das eine überlegenswerte Vorsichtsmaßnahme.

Die schwer befahrbaren Straßen stellen besondere Anforderungen an die Wahl des richtigen Mietwagens: Ein Allrad-Antrieb ist zwar je nach Straßenverhältnissen nicht immer zwingend erforderlich, aber empfehlenswert. Unverzichtbar ist aber ausreichende Bodenfreiheit des Autos - es sollte ein flaches Flußbett durchqueren können. Trotzdem: Vorsicht vor feinem Dünensand und nassem Schlamm. Auch mit einem Allrad-Antrieb kann man hier leicht steckenbleiben, erst recht, wenn man keine Erfahrung mit Offroad-Fahren hat. Kehren Sie im Zweifel lieber um - denn bis auf dem Altiplano Hilfe kommt, können mehrere Tage vergehen.

Bild: Matthias Huber 20. Februar 2013, 09:542013-02-20 09:54:49 © Süddeutsche.de/kaeb/bavo