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Alpenfotografie – "Berge werden zum Event"
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SZ: Überwiegt bei Ihnen der Abscheu oder eher die Faszination für solche Spektakel?
Spinatsch: Einerseits faszinieren sie mich, andererseits finde ich sie natürlich auch bedenklich. Es kann sein, dass manche meiner Bilder vermitteln zwischen der Ästhetik der menschengemachten Künstlichkeit und jener der unberührten Natur. Und je öfter man etwas abbildet, desto gewöhnlicher wird es, desto mehr gehört es dazu. Ich sehe darin auch eine gewisse Unausweichlichkeit, dass das Bild der Berge zunehmend vom Eingriff des Menschen mitbestimmt wird und die Bilder von deren Einfluss erzählen: die Schneekanonen und die symmetrischen Rillen einer frisch präparierten Piste, das Kunstlicht der Spektakel und die Okkupation des Berge durch Werbung.
Die Snow-Management-Ausstellung mit Bildern und Videos ist noch bis 6. Februar im FO.KU.S Foto Kunst Stadtforum in Innsbruck zu sehen: "Alpenglühen um Mitternacht. Triptychon der Schneekompetenz", Mo.-Fr. 11-18 Uhr, Sa. 11-15 Uhr, btv-fokus.at
Foto: Jules Spinatsch, Courtesy Galerie Luciano Fasciati, Chur
(Hans Gasser, SZ vom 7.1.2010/kaeb)
10. Januar 2010, 09:23 2010-01-10 09:23:00