Wer die Faschingsferien im Schnee verbringen möchte, sollte besonders vorsichtig sein: Die Lawinengefahr ist in den gesamten Alpen hoch und könnte noch steigen.

Die Lawinengefahr in Bayerns Alpen hat sich nach den ergiebigen Schneefällen der vergangenen Tage nochmals erhöht. Grund sei die zunehmende Sonneneinstrahlung, teilte der Lawinenwarndienst am Mittwoch mit. Für alle Höhenlagen gelte jetzt die zweithöchste Warnstufe 4.

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Wegen der Erwärmung könne sogar erstmals in diesem Winter die höchste Warnstufe 5 erreicht werden. Es drohten große Lawinen, die sich von selbst lösen und auch in flaches Gelände vordringen können.

"Die massive Schneemenge ist extrem störanfällig. Die Gefahrenstellen liegen derzeit in allen Himmelsrichtungen - das ist enorm selten", sagte Andrea Händel vom Deutschen Alpenverein in München. Ihren Angaben zufolge wird sich die Lawinensituation bis zum Wochenende kaum entspannen.

Auch auf vielen Bergen Österreichs besteht weiter Lawinengefahr. In den meisten Alpenregionen galt am Mittwoch noch mindestens die Warnstufe 4. Zahlreiche Straßen blieben gesperrt. Auch für Österreich rechnen Experten damit, dass sich die Gefahr noch erhöht.

Eine leichte Entspannung der Lage wurde aus Niederösterreich gemeldet, wo bis zu 1000 Feuerwehrleute und freiwillige Helfer im Einsatz waren, um zahlreiche einsturzgefährdete Flachdächer von den Schneemassen zu befreien.

In Bayern konnte die am Dienstag von einer Lawine verschüttete Staatsstraße 2077 nach Spitzing ist wieder freigegeben werden. Die Straße wurde im Laufe des Mittwochvormittags vollständig geräumt und ist nun wieder befahrbar. In den Skigebiet saßen zahlreiche Wintersportler fest.

Genaue Informationen erteilen die Lawinenwarndienste für Bayern und Österreich unter: www.lawinenwarndienst-bayern.de und www.lawine.at

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(dpa/ddp-bay/beu)