Steht man dort oben in der Parthenon-Galerie und genießt den freien Blick auf die Akropolis oder über die Dächer der Stadt auf das Meer, dann fragt man sich, warum es mehr als dreißig Jahre gedauert hat, bis die Vision von einem Museum Wirklichkeit wurde, das den auf der Akropolis gefundenen Kunstschätzen eine würdigere Heimat gibt, als es das alte, enge Akropolismuseum war.

Athen Akropolis Museum Griechenland, Getty Images

(© Foto: Getty Images)

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Vier Architektenwettbewerbe waren nötig, bis man sich auf einen Entwurf einigen konnte. Der Schweizer Architekt Bernard Tschumi, der mit den Bauten im Parc de la Villette in Paris bekannt geworden ist, hat sich mit einer funktional recht überzeugenden Lösung durchsetzen können.

Mehrere archäologische Schichten im Baugrund

Auch als klar war, dass der gesamte Neubau auf Stelzen gestellt werden musste, weil im Baugrund mehrere archäologische Schichten übereinanderlagen, konnte Tschumi sein Konzept beibehalten. Er führt die Besucher nun über eine Brücke in seinen aufgeständerten Bau, in dem sich immer wieder schwindelerregende Blicke durch gläserne Bodenplatten in die bis zu zehn Meter tiefen archäologischen Kavernen auftun.

Beim Anstieg über den Glasboden der zentral nach oben führenden Rampe wird man von der Architektur zwar noch abgelenkt von den spärlich verteilten Ausstellungsstücken, doch wenn man die große Halle mit der einzigartigen Sammlung lebensgroßer archaischer Skulpturen erreicht hat, erfasst einen ein Sog, wie man ihn nur in wenigen Museen erlebt.

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  1. Die Tochter des Parthenontempels
  2. Sie lesen jetzt Einzigartige Sammlung
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(SZ vom 20./21.6.2009/dd)