Paro, Bhutan

Der Flug von Indien nach Bhutan, dem buddhistischen Königreich im Himalaya, ist landschaftlich sehr reizvoll. Aus dem Fenster sieht man den Mount Everest, den Lhotse und andere Achttausender. Dann sinkt die Maschine so steil, dass automatische Warnsignale ertönen. "Machen Sie sich keine Sorgen", beruhigt der Kapitän die Passagiere, "wenn wir auf einen Berg zufliegen, ist das ganz normal."

Der Airbus A319 der Druk Air taucht in ein enges Tal ein, folgt dem Verlauf von Flüssen und Bergrücken. Der einzige internationale Flughafen Bhutans liegt auf 2200 Metern Höhe, gut versteckt zwischen Hängen, Wiesen und Bauernhäusern.

Die Betonpiste, auf der Propellermaschinen und kleine Jets landen können, ist 1964 Meter lang und 29 Meter breit. Landungen sind nur bei Tag und bei guter Sicht erlaubt - das liegt daran, dass die Bahn erst kurz vor dem Aufsetzen in Sicht kommt, denn der Pilot muss Sekunden vorher einen Berg umkurven. Nur acht Piloten weltweit haben die Erlaubnis, Passagiermaschinen in Paro zu landen.

Titus Arnu

Foto: Der Flughafen Paro in Bhutan/Douglas McLoughlin/GNU

10. Oktober 2008, 10:442008-10-10 10:44:00 ©