Schon wieder musste ein Hochgeschwindigkeitszug wegen einer Panne im Eurotunnel anhalten - nur knapp zwei Wochen, nachdem bei einem Brand 14 Menschen verletzt wurden.

Knapp zwei Wochen nach dem Brand im Tunnel unter dem Ärmelkanal ist es wieder zu einer Panne gekommen. Der Hochgeschwindigkeitszug Eurostar blieb am Mittwoch wegen eines technischen Problems in der Röhre stecken, teilte ein Eurostar-Sprecher mit.

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Im Eurotunnel kam es erneut zu einer Panne. (© Foto: AFP)

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Dem Lokführer sei es aber gelungen, den Zug nach einer halben Stunde wieder in Fahrt zu bringen und den Tunnel zu verlassen. Dennoch kam es zu Verzögerungen von rund einer Stunde für die folgenden Züge zwischen Frankreich und Großbritannien.

Mit Verspätungen ist zu rechnen

Der Grund für die Panne lag in Problemen am Stromabnehmer, der Verbindung zwischen Oberleitung und Zug. Der Tunnel-Betreiber Eurotunnel erklärte, Passagiere müssten sich auf Verspätungen einstellen. Der Bahnverkehr in dem Unterwasser-Tunnel läuft wegen des Feuers am 11. September derzeit ohnehin nur eingeschränkt.

Bei dem Brand eines Frachtzuges waren 14 Menschen verletzt worden. Der Eurotunnnel musste nach dem Feuer einen Tag komplett gesperrt werden. Nach Angaben der Betreiberfirma wurden insgesamt 32 Menschen aus dem Zug in Sicherheit gebracht.

Der 50 Kilometer lange Eurotunnel wurde 1994 eröffnet. Er besteht aus zwei Röhren für Züge, die bis zu hundert Meter unter der Meeresoberfläche verlaufen. Eine dritte dient als Versorgungs- und Rettungsschacht. Neben dem Hochgeschwindigkeitszug Eurostar nutzen den Tunnel zwischen Folkestone und Coquelles in Pas-de-Calais auch Güter- und Autozüge.

Der Eurostar verkehrt zwischen Paris, London und Brüssel. Der Tunnel war bereits im August 2006 für mehrere Stunden geschlossen worden, nachdem der Motor eines Lastwagens Feuer gefangen hatte.

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(sueddeutsche.de/dpa/AP/jtr)