Die Probleme bei Airbus-Maschinen häufen sich: Zwei Flugzeuge mussten auf Guam und in Sibirien notlanden - aus unterschiedlichen Gründen.

Jetstar-Maschine; AP

Feuer im Cockpit: Die Besatzung der Jetstar-Maschine konnte den Brand noch rechtzeitig löschen. (Foto: AP)

Zwei Flugzeuge der Firma Airbus wurden am Donnerstag aufgrund technischer Probleme zu Notlandungen gezwungen. Ein Airbus 330 mit 203 Menschen an Bord legte nach einem Feuer im Cockpit auf der Pazifikinsel Guam einen Zwischenstopp ein.

In Sibirien traf es Medienberichten zufolge eine Maschine von Aeroflot. Bei der A320 mit 122 Menschen an Bord stellte Besatzung auf dem Flug von Jakutsk nach Moskau einen Riss in der Windschutzscheibe des Cockpits fest und entschied sich zur Notlandung in der sibirischen Metropole Nowosibirsk. Bei dem Vorfall wurde niemand verletzt.

Die Piloten der australischen Billigfluglinie Jetstar konnten die Flammen löschen und die Maschine sicher auf das Rollfeld bringen, teilte die Fluggesellschaft mit. Offenbar gab es Probleme mit dem Heiz-Element in der rechten Cockpit-Scheibe. Es handelt sich um das gleiche Airbus-Modell wie bei der Air-France-Maschine, die am Pfingstmontag mir 228 Menschen an Bord vor Brasilien abstürzte. Über die Unglücksursache rätseln die Ermittler bis heute.

Flug JQ20 war am Mittwochabend (Ortszeit) in Osaka mit Kurs auf die Ostküste Australiens gestartet. An Bord waren überwiegend japanische Urlauber, die an die Goldküste wollten. Vier Stunden nach dem Start bemerkten die Piloten plötzlich Probleme. "Es gab Rauch im Cockpit, und am rechten Fenster waren Flammen zu sehen", sagte Jetstar-Sprecherin Simone Pregellio. "Die Piloten haben das Feuer schnell gelöscht. Es hat sich nicht auf die Kabine ausgeweitet."

Die Pazifik-Insel liegt zwischen Japan, den Philippinen und Hawaii. Guam ist ein gut 500 Quadratkilometer großes Außengebiet der USA mit 170.000 Einwohnern, das vor allem durch den US-Stützpunkt Andersen Airforce Base bekannt ist.

Ein Passagier berichtete, die Insassen hätten von den dramatischen Ereignissen im Cockpit nichts mitbekommen. Sie hätten geschlafen, als sich ein ungewöhnlicher Geruch ausbreitete. "Als wenn jemand etwas kochen würde", sagte er. "Viele Leute wussten nicht, was los war. Sie wurden geweckt, als durchgesagt wurde, dass wir in Guam landen."

Das Flugzeug ist nach Angaben von Jetstar-Chef Bruce Buchanan zwei Jahre alt. "Ich glaube, es war einfach ein außergewöhnlicher Zwischenfall", sagte er der Zeitung Sun Herald. Die australische Flugsicherheitsbehörde sowie Jetstar- und Qantas-Ingenieure waren auf dem Weg nach Guam, um die Maschine zu untersuchen.

In Kanada war erst am Dienstag eine Maschine nach einem Feuer notgelandet. Der Brand war in der Toilette einer Boeing 767-300 der American Airlines mit 206 Menschen an Bord ausgebrochen. Vermutlich war ein defekter Lüftungsventilator Ursache des Feuers. Die Maschine war auf dem Weg von New York nach Zürich.

(dpa/cag/grc)

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Leserkommentare (3)



12.06.2009 12:03:51

Theobald Panter: Pannenserien?

So ein Unsinn. Vorfälle der beschriebenen Art gibt es täglich mehrmals weltweit. Wer beruflich jeden Tag im Flieger arbeitet, kann solche Zwischenfälle häufiger erleben.

Seriöse Zeitungen sollten sich überlegen, ob sie solche Meldungen unkommentiert übernehmen.


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