Teheran hat das von den USA vorgelegte Beweismaterial über einen Vorfall im Persischen Golf als unecht zurückgewiesen: Der Film sei aus anderem Material zusammengeschnitten worden.

Iran hat den USA vorgeworfen, einen gefälschten Film über einen Marinezwischenfall im Persischen Golf vorgelegt zu haben. Das Video sei aus anderem Material fabriziert worden, zitierte am Mittwoch der staatliche englischsprachige Fernsehsender Press TV einen Offizier der Revolutionsgarde.

Zwischenfall im Persischen Golf, afp

Ein iranisches Schnellboot nähern sich US-Kriegsschiffen - nach Darstellung Teherans sind diese Bilder gefälscht. (© Foto: AFP)

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Der Film mit einer Länge von vier Minuten und zwanzig Sekunden wurde am Dienstag vom Pentagon vorgelegt. Er zeigt iranische Schnellboote, die sich US-Kriegsschiffen nähern. Eine Stimme droht den US-Soldaten, ihre Schiffe würden explodieren. US-Präsident George W. Bush sprach daraufhin von einem "provokativen Akt" der iranischen Seite.

Das Außenministerium in Teheran sprach von einem Routinezwischenfall. Die iranischen Soldaten hätten sich den US-Schiffen in der Straße von Hormus genähert, weil sie sie nicht erkannt hätten. Dies komme in der Meeresenge jeden Tag vor, hieß es.

Die Straße von Hormus verbindet den Persischen Golf mit dem Golf von Oman. Die Verbindung ist weltweit eine der wichtigsten Seestraßen für den Ölexport.

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(AP/gal/bica)