Zwischen Wut und AppellReden mit Gauck

Seine Sprache ist klar, furchtlos, manchmal sogar poetisch. Seine Lieblingsthemen sind Freiheit und Zvilcourage - Bundespräsident Gauck hat sie in vielen Reden gepriesen. Doch er kann auch wütend werden.

Seine Sprache ist klar, furchtlos, manchmal sogar poetisch. Seine Lieblingsthemen sind Freiheit und Zivilcourage - Bundespräsident Gauck hat sie in vielen Reden gepriesen. Doch er kann auch wütend werden.

Klar, furchtlos, manchmal sogar poetisch. Gauck gilt als brillanter Redner, seinen Worten wird von Anhängern fast heilsbringerische Wirkung zugeschrieben. Dementsprechend groß waren die Erwartungen an den neuen Bundespräsidenten. Gauck enttäuschte sie nicht. Bei seiner ersten Grundsatzrede im März 2012 verzichtete er auf Eitelkeiten und Predigertum und wählte stattdessen ungestelzte und ausgeglichene Worte. Im Zentrum stand sein Lieblingsbegriff: Freiheit. Deutschland solle ein Land sein, "das soziale Gerechtigkeit, Teilhabe und Aufstiegschancen verbindet. Freiheit ist eine notwendige Bedingung von Gerechtigkeit", sagte der damals 72-Jährige.

Bild: dpa 6. März 2013, 08:032013-03-06 08:03:05 © Süddeutsche.de/thos/anri/joku/olkl