Pünktlich zum Tag der Deutschen Einheit attackiert die CSU die Linkspartei: Die Linke wolle das alte SED-Erbe ins Land tragen, erklärt Generalsekretär Dobrindt - und fordert erneut ein Verbotsverfahren. Auch Bayerns Innenminister Herrmann spricht von "klar verfassungsfeindlichen Zielen" bei Teilen der Linken. Deren Parteichefin Lötzsch poltert prompt zurück.
Angesichts der Feier zum Tag der Deutschen Einheit hat die CSU die Linke erneut heftig attackiert und einen schärferen Kurs gegenüber der Partei verlangt. CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt sagte der dapd, auf dem Tag der Deutschen Einheit liege "ein Schatten". Denn es gebe im Bundestag mit der Linken eine Partei, "die immer noch nicht im vereinigten Deutschland angekommen ist, sondern das Erbe der alten SED weiter in unser Land tragen will".
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Gepolter aus Bayern, passend zum Tag der Deutschen Einheit: CSU-Generalsekretär Alexander Dobrindt ist der Meinung, die Linke sei immer noch nicht im vereinigten Deutschland angekommen - und müsse deshalb vom Verfassungsschutz überprüft werden. (© dapd)
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Dobrindt sagte, notwendig sei zwingend eine Überprüfung der Linkspartei durch den Verfassungsschutz. An deren Ende könne "auch ein Verbotsverfahren stehen" - eine Forderung, mit der Dorbindt vor einiger Zeit schon einemal für Schlagzeilen gesorgt hatte.
Linke-Parteichefin Gesine Lötzsch reagierte mit scharfen Worten. "Wer so gegen uns hetzt, hat die Einheit nie gewollt", sagte sie heute.de. Die CSU mache Stimmung gegen die Linkspartei, um daraus politisches Kapital zu schlagen. "Unser Ziel ist der demokratische Sozialismus und der ist mit dem Grundgesetz vereinbar", sagte die Parteichefin. Zu diesem Ziel bekenne sich die Partei in ihrem Grundsatzprogramm, das auf dem Parteitag in Erfurt beschlossen werden solle.
Herrmann: "Eine Gefahr für die Demokratie"
Auch Bayerns Innenminister Joachim Herrmann (CSU) kritisierte, Teile der Linkspartei verfolgten "klar verfassungsfeindliche Ziele". Die Linke sei "eine Gefahr für unsere Gesellschaft und die Demokratie". Sie beherberge nach wie vor "Extremisten aus einem breiten Spektrum kommunistischer und sozialistischer Herkunft". Herrmann forderte: "Wir müssen Links- wie Rechtsextremisten mit der selben Entschlossenheit und Wachsamkeit entgegentreten. Wir wären schon einen großen Schritt weiter, wenn der Verfassungsschutz in allen Ländern die Linken beobachten und das Tolerieren von Verfassungsfeinden im Parlament nicht zur Gewohnheit würde."
Herrmann forderte ferner eine stärkere Aufarbeitung der "SED-Diktatur". Einer Studie zufolge hätten "die meisten Schüler in den ostdeutschen Ländern wenig Ahnung von der DDR-Vergangenheit". Deshalb gelinge es der Linkspartei immer wieder, "ihre Ideologie von einem reformierbaren Sozialismus unters Volk zu bringen".
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(sueddeutsche.de/dapd/aho)
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Seine Fre... mag ich mir im Übrigen auch nicht mehr anschauen.
Zum Glück haben wir ja sonst keine Probleme...
mehr fällt mir dazu nicht ein
"das Tolerieren von Verfassungsfeinden im Parlament nicht zur Gewohnheit würde."
Und der Verfassungsschutz greift nicht ein.
... könnte man durchaus auch in Bezug auf die Regierungsparteien sprechen.
So oft, wie das BVerfG ihnen bescheinigt hat, dass sie mit ihren Gesetzesbeschlüssen das Grundgesetz missachtet, war das noch bei keiner Vorgängerregierung der Fall.
Man sollte sich redlich bedeckt halten und nicht mit vier von fünf Fingern auf sich selber zeigen...
Und genau das ist die soziale Marktwirtschaft vor Kohl wie es treffend (R+I)dealist schreibt.
Es ist ein sozialer Markt der Herrschen sollte und nicht der Sozialismus und nicht der Kapitalismus. Wie immer ....ismen sind dogmenschwangere Systeme die nur einzelnen helfen. Die "echte" nicht die neue soziale Marktwirtschaft ist die Mitte die Ärmeren helfen könnte diese auch zu erreichen, wie es bis in die Anfänge der 80er Jahre noch möglich war.
Paging