Der Wehrbeauftragte Robbe hat sich gegen die Pläne seiner Partei gestellt: Das SPD-Modell einer "freiwilligen Wehrpflicht" führe zu erheblichen Belastungen.
In der Diskussion um die Zukunft der Wehrpflicht hat der Wehrbeauftragte des Bundestages, Reinhold Robbe (SPD), eindringlich vor den Folgen des SPD-Modells einer "freiwilligen Wehrpflicht" gewarnt.
Hält das Wehrpflicht-Modell seiner Partei für ungeeignet (© Foto: ddp)
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"Wer die Wehrpflicht einschränken oder abschaffen will, muss rechtzeitig über die Konsequenzen nachdenken", sagte Robbe der Bild-Zeitung. SPD-Chef Kurt Beck hatte am Wochenende angekündigt, mit dem Konzept für eine reine Freiwilligenarmee unter formaler Beibehaltung der Wehrpflicht in den Bundestagswahlkampf im Herbst 2009 ziehen zu wollen.
Wer sich von der allgemeinen Wehrpflicht abwende, müsse die ganze Bundeswehr umbauen, sagte dazu Robbe. "Das würde zu erheblichen Belastungen der Soldaten führen."
Eine Freiwilligen-Armee würde zudem nach der Überzeugung des Wehrbeauftragten erheblich teurer: "Die Erfahrungen in Italien, Spanien und Frankreich zeigen, dass dort viel mehr Geld für die Rekrutierung ausgegeben werden muss als bei uns."
Schließlich fürchtet Robbe, dass das Interesse der Deutschen an der Bundeswehr ohne Wehrpflicht nachlassen würde. "Millionen von Männern haben Wehrdienst geleistet. Ich finde, der Wehrdienst ist der Kitt des gesellschaftlichen Solidarsystems", sagte Robbe.
(AP/dpa)
aber für sexuelle diskriminierung???
warum sollen nur männer für den vater staat morden und sterben???
es gibt gleichberechtigung und frauen können laut eigenen aussagen das selbe wie männer
Die Erfahrungen in Italien, Spanien und Frankreich zeigen, dass dort viel mehr Geld für die Rekrutierung ausgegeben werden muss als bei uns.
Zugegeben, die Rechnung ist schwierig, unter anderem auch wegen der vielen Unbekannten (Mehreinkommen bis zur Rente, etc)
In diesem Zitat ist allerdings nur die Rede von den Rekrutierungskosten, welche bei einer Freiwilligenarmee erwartungsgemäß steigen da sie heutzutage gegen Null gehen dürften - da Mann ja keine Wahl hat (für den Zivi muss Mann sein Gewissen vorschicken).
Geschickt gemacht - habe ich beim ersten Durchlesen glatt übersehen...
Wahrscheinlich ist das Interesse an diesem Thema so gering da die große Mehrheit der Wahlberechtigten den Zivildienst/Armeedienst bereits hinter sich haben - und diejenigen die ihn vor sich haben und wahlberechtigt sind eine geringe politische Stimme haben.
Anstelle des Wehrdienstes wurde hier im Forum vorgeschlagen den Zivildienst verpflichtend zu machen - mit dem Wehrdienst als Ausnahme (inklusive Gewissensprüfung).
Die Gewissensprüfung für Wehrdienstleistende wurde dann aber nicht ernst genommen.
Warum eigentlich nicht?
Da es viel natürlicher ist *nicht* auf Mitmenschen zu schießen, sollte die schizophrene Lage, dass wer Zivildienst anstelle des Armeedienstes leisten möchte, dies mit seinem Gewissen begründen muss umgedreht werden.
Wer sich in der Lage sieht, Menschen umzubringen, sollte begründen müssen wieso er sich dazu in der Lage sieht und wie er dies bitte schön rechtfertigt. Das wären sicher interessante Aufsätze...
auch das weibliche Geschlecht mit einbinden (nicht unbedingt Bund), aber wenn schon der Ruf der Frauen nach Gleichberechtigung laut wird, dann sollten diese ebenfalls "verpflichtet" werden...
Paging