Zerstörung von HatraGesprengte Schönheit

Die Überreste der Stadt Hatra sind seit 1985 Unesco-Weltkulturerbe. Der IS hat sie nun zerstört. Was die Welt verliert - in fünf Fotos.

Von Esther Widmann

Die Stadt Hatra gehörte vom ersten bis zum dritten Jahrhundert nach Christus zum sogenannten "Partherreich", das von der Dynastie der Arsakiden beherrscht wurde. Ein nahezu kreisförmiges Gebiet mit einem Durchmesser von zwei Kilometern war mit drei Mauerringen befestigt. Das Stadtzentrum (im Bild) bildete ein ummauerter Tempelbereich von etwa 440 mal 320 Metern. 1951 begannen irakische Archäologen mit der Ausgrabung. Sie legten die Hauptgebäude frei und rekonstruierten sie.

Eine Arbeit, die die Terrororganisation IS nun zunichte gemacht hat. Kämpfer haben die Überreste der Stadt gesprengt. Wie groß die Zerstörung ist, ist unklar.

Bild: U.S. Department of Defense 9. März 2015, 19:582015-03-09 19:58:29 © sueddeutsche.de/ewid/anri/fued