Struck auf dem Friedenspfad: ein Besuch des Ex-Verteidigungsministers im Zentrum für internationale Friedenseinsätze - dort, wo Personal für Auslandseinsätze gesucht und ausgebildet wird.
"Missionare können wir nicht brauchen", sagt Jens Behrendt, zuständig für die Rekrutierung des Personals beim Zentrum für internationale Friedenseinsätze (Zif) in Berlin.
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Peter Struck (© Foto: AP)
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Am Dienstag hatte das Zif Besuch von Peter Struck, dem Fraktionsvorsitzenden der SPD im Bundestag und ehemaligen Verteidigungsminister. Vor kurzem war Struck noch einmal in Afghanistan, bei "seinen" Soldaten. Nun will er sich über die andere Seite der Medaille "Vernetzter Ansatz" informieren, über den zivilen Part bei dem Versuch, in vielen Teilen der Welt Frieden zu schaffen und zu erhalten.
Das Zif wurde 2002 gegründet als Instrument des Auswärtigen Amtes, um Personal für internationale Friedensmissionen zu rekrutieren, auszubilden und zu betreuen. Mittlerweile verfügt es über einen Pool von rund 1200 Mitarbeitern, die teils im Einsatz sind, teils auf Abruf bereitstehen, um Aufgaben wie Wahlbeobachtung, Beweissicherung nach Kriegsverbrechen oder Organisation von Hilfsoperationen zu übernehmen.
Die Qualifikationen der Helfer reichten vom Richteramt bis zum Logistiker, sagt Zif-Leiter Winrich Kühne. Struck fragt nach ihrer Motivation. Die Jüngeren sind zu 80 Prozent Singles. Viele reizt, so Behrendt, der "CNN-Faktor", soll heißen, Berichte über aktuelle Krisen lösen den Reflex aus: Da will ich dabei sein.
Mancher strebt auch eine Karriere in internationalen Organisationen an, da ist ein Einsatz "im Feld" eine gute Voraussetzung - anders etwa als in deutschen Verwaltungen oder der Polizei, wo ein Auslandseinsatz nicht unbedingt als karrierefördernd gilt.
Ausgesprochene Gutmenschen sind nicht gefragt. "Wenn einer auf Familie verzichtet und stattdessen in der Welt Frieden schaffen will, dann kommt uns das eher verdächtig vor", sagt Kühne. Auch dass sich allmählich ein Berufsbild "Peacekeeper" herausbildet, also Leute, die professionell von einem Einsatz zum nächsten wechseln, sieht man im zif mit gemischten Gefühlen. Groß ist die Gefahr, dass diese Leute den Bezug zum normalen Leben verlieren.
Wie lange die Bundeswehr noch in Afghanistan bleiben muss, will Struck von einer Zif-Expertin wissen. "Sehr lange", lautet die Antwort. "Das seh ich auch so," sagt Struck.
(sueddeutsche.de/gba)
Sehr geehrte oildrum, haben Sie den Überblick verloren?
Herr Struck als Fraktionsvorsitzender einer Parte hat natürlich überhaupt keinen direkten Einfluss und keine Zuständigkeit auf die Entscheidung eines souveränen Bürgers.
Außerdem besuchte er eine Abteilung des Außenministeriums, die Hilfskräfte für Friedenseinsätze in offizieller staatlicher Mission ausbildet. Die BRD ist allerdings kein Obrigkeitsstaat.
Die 6 erwachsenen Entführungsopfer waren/sind aber über eine nichtstaatliche, unabhängige Hilfsorganisation zur medizinischen Unterstützung im Jemen an einem staatlichen Krankenhaus des Jemen tätig, mit welchen sonstigen persönlichen Beweggründen auch immer.
Ihrer Schlussfolgerung liegt eine ähnlich "zwingende" Logik zugrunde, wie etwa dem Satz:
Hätte der Bundesverkehrsminister vor der Baustelle an der A9 gewarnt, wäre der Ertrunkene vor einer Woche nicht zum Baden gefahren.
so lange wie es noch bezahlt werden kann.
Auch die UdSSR musste nicht aufgeben weil die Mudschahedin ihnen militärisch überlegen gewesen wären, sondern weil es wirtschaftlich untragbar wurde bis zu dem Punkt an dem es egal war sein Gesicht zu verlieren.
Also müssen die Afghanen nur tapfer aushalten und warten dass dem "friedens und unabhängikeitsliebenden Westen" die Kohle ausgeht und dann sind sie wieder frei.
Achso, was mit der UdSSR danach geschah könnte auch als Blaupause für den "Westen" gelten.
So lange bis man diesen Herrn und die jetzige Kriegshetzerrgierung wegen Hochverrates hinter Gitter gebracht hat.
Dann würden zwei junge Frauen noch leben und 5 weitere Personen müssten nicht gesucht werden!
sueddeutsche.de/panorama/282/472804/text/