Hessens SPD-Spitzenkandidat Thorsten Schäfer-Gümbel habe seine Sache "ganz hervorragend" gemacht: Bei einem Wahlkampfauftritt spricht Landeschefin Andrea Ypsilanti den Genossen Mut zu.

Die hessische SPD-Vorsitzende Andrea Ypsilanti hat sich einen Tag vor der Landtagswahl am Sonntag kämpferisch gezeigt. Auf einer Wahlkampfkundgebung in Frankfurt am Main gab sie sich optimistisch, dass das Wahlergebnis ihrer Partei besser ausfallen werde als von vielen vorausgesagt.

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Dem SPD-Spitzenkandidaten Thorsten Schäfer-Gümbel bescheinigte Ypsilanti, er habe unter den schwierigen Bedingungen im Wahlkampf "seine Sache ganz hervorragend gemacht". In Umfragen komme er schon jetzt an die Werte von Ministerpräsident Roland Koch heran, "und in zwei Wochen hätte er ihn überholt, da bin ich ganz sicher".

Schäfer-Gümbel habe gezeigt, dass er eigenes Profil habe. Aber er vertrete auch das Wahlprogramm, das heute noch genau so aktuell sei wie vor einem Jahr, fügte die hessische SPD-Vorsitzende hinzu.

Bestätigt sah sie sich unter anderem beim Thema Flughafenausbau in Frankfurt. Der hessische Verwaltungsgerichtshof habe "genau das bestätigt, was wir im Koalitionsvertrag zum Thema Nachtflugverbot vertreten haben". Ihre Partei habe damit Recht bekommen und wolle daran festhalten, dass Menschen nachts Ruhe vor den Flügen haben müssten, sagte Ypsilanti.

Ministerpräsident Koch warf sie vor, 10.000 Arbeitsplätze im öffentlichen Dienst abgebaut zu haben und jetzt zu behaupten, er kämpfe um jeden Arbeitsplatz. Im Übrigen müsse sich die SPD in Sachen Moral nichts von einer CDU vorhalten lassen, die in der Schwarzgeldaffäre von "jüdischen Vermächtnissen" gesprochen habe.

Man dürfe sich nicht von einem angeblichen Lerneffekt Kochs täuschen lassen, "der hat nur Kreide gefressen", sagte Ypsilanti. Die SPD habe in Hessen mit dem Mindestlohn und einer besseren Bildungspolitik die richtigen Themen, und sie sei "optimistisch, dass wir uns morgen Abend besser fühlen, als uns vorausgesagt wurde", rief Ypsilanti unter dem Beifall der knapp 1000 Besucher einer SPD-Kundgebung, zu der am Abend auch der SPD-Kanzlerkandidat und Außenminister Frank-Walter Steinmeier erwartet wurde.

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(AP/ihe/dmo)