Wutbürger "Pegida" schwächelt

Die West-Ableger von Pegida in Düsseldorf, Köln, Frankfurt am Main und München haben nichts mehr zu melden. Selbst in Dresden schwindet die Beteiligung.

Das Ende wurde vergangene Woche auf Facebook verkündet: "Die Dügida findet nicht mehr statt." Damit endet auch die Düsseldorfer Bewegung gegen die angebliche Überfremdung kläglich. Anfang des Jahres hatte sie mit einer Demonstration noch die halbe Innenstadt lahmgelegt. In anderen Städten schwindet einem Bericht des Spiegel zufolge ebenfalls die Lust am Demonstrieren: "Kögida" in Köln gab schon vor Monaten auf; in Frankfurt ist "Pegida" nach Auskunft des Ordnungsamts "komplett abgetaucht". In München waren zuletzt nur noch 150 Demonstranten bei "Bagida" unterwegs, zehnmal mehr gingen noch Anfang des Jahres für die Anti-Islam-Bewegung auf die Straße.

Selbst in Dresden schwächelt sie, wenn auch auf hohem Niveau. Im Januar demonstrierten dort 25 000 Menschen für "Pegida", vorigen Montag sprach die Initiative "Durchgezählt" von bis zu 6300 Teilnehmern. Auf dem Theaterplatz vor der Semperoper skandierten die Asylfeinde Parolen wie "Merkel muss weg", "Widerstand", "Volksverräter" und "Lügenpresse".

Nun kündigt "Pegida"-Chef Lutz Bachmann für kommende Woche einen "Weihnachtsliederspaziergang" durch Dresden an. Die Route wird nach Angaben von Bachmann nicht wie sonst durch die Altstadt führen, sondern vielmehr auf der Neustädter Elbseite entlang. Offiziell verkündete Bachmann, "Pegida" habe seine Anmeldung auf dem Theaterplatz "zugunsten einer linksterroristischen Vereinigung" zurückgezogen. Auf dem Dresdner Theaterplatz hat bereits das Bündnis "Herz statt Hetze" für den 21. Dezember eine Kundgebung angemeldet.