Kühner Vorschlag von Frankreichs Präsident: Nicolas Sarkozy will eine Wirtschaftsgemeinschaft zwischen EU und Russland anschieben.

Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat einen gemeinsamen Wirtschaftsraum zwischen der Europäischen Union und Russland ins Gespräch gebracht, um einer Spaltung Europas vorzubeugen.

Mann mit Visionen: Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy. (© Foto: Reuters)

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"Weil Europa den Frieden will, bietet es Russland Solidarität an", sagte Sarkozy, der derzeit auch Ratsvorsitzender der EU ist, am Dienstag in einer Rede vor den Vereinten Nationen in New York. Europa wolle mit Russland "eine gemeinsame Zukunft bauen und sein Partner sein", sagte er weiter.

"Warum also bauen wir nicht eine gemeinsame Wirtschaftsgemeinschaft im kontinentalen Maßstab, die Russland und Europa vereinen würde?", fragte Sarkozy. Der französische Präsident kritisierte zugleich Russlands Militärinvasion im Kaukasusstaat Georgien.

Die Europäische Union könne keine Kompromisse machen, "wenn es um das Prinzip der Souveränität und Unabhängigkeit von Staaten geht", sagte Sarkozy.

Zuvor hatte bereits Sarkozys Vorredner, US-Präsident George W. Bush, scharfe Kritik an Russlands Vorgehen in Georgien geübt. "Die Charta der Vereinten Nationen schreibt gleiche Rechte für große und kleine Länder fest", sagte Bush. "Russlands Invasion in Georgien war eine Verletzung dieser Worte."

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(APF/woja/dmo)