Sie waren eingeklemmt zwischen den sich gegenseitig befeuernden Ideologieschwaflern, den Henkels, Niebels, Sinns einerseits und den Gysis, Lafontaines und Sommers andererseits, samt dem lustigen Restpersonal à la Sodann oder Joop und Jauch.
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All das war im Lauf der Jahre grauenhaft langweilig geworden. Die wachsende Ödnis und der sinkende Einfluss der Will-und-Illner-Welt ist der einzige positive Effekt solcher Abnutzung.
Dankbar für den kühlen Kopf
Aufschlussreich ist der Vergleich mit Paul Kirchhof, Merkels kühnem Versuch von 2005, der ihr für alle Zukunft wohl jede Kühnheit ausgetrieben hat. Dass Kirchhof in den meisten seiner Diagnosen recht hat, kann dem öffentlich so wenig vertretenen Mittelstand kaum entgangen sein; auch ist kaum vorstellbar, dass die dreisten Unwahrheiten, die Gerhard Schröder im Wahlkampf 2005 über den "Professor aus Heidelberg" verbreitete, viel Glauben gefunden haben - so die Behauptung, nach Kirchhofs Modell hätten Krankenschwestern 25 Prozent Lohnsteuern zahlen müssen, wo sie in Wahrheit steuerfrei geblieben wären.
Kirchhofs Scheitern lag an der doktrinären Unbedingtheit seines Systems, das sich nur unter den hochriskanten Bedingungen einer Tabula rasa hätte umsetzen lassen. Denn natürlich leben von dem unüberschaubar komplexen deutschen Steuer- und Sozialstaat nicht nur Transferleistungsempfänger mit ihren dauermoralisch agitierenden Sprechern, sondern ebenso der marktwirtschaftliche, produktive mittelständische Kern der deutschen Wirtschaft.
Nicht mehr als ein Signal, aber aussagekräftig
Das deutsche Steuersystem mit seinen Tausenden Rücksichten, Vergünstigungen und Mikrosteuerungen hat sich wie ein Schlinggewächs um einen seinerseits verästelten, inzwischen durchaus lebfrisch gealterten Baum gelegt. Es einfach wegzuschneiden und herunterzureißen, hätte beachtliche Stutzungen auch am Baum selbst erfordert, und dazu waren nicht nur die Reformverlierer, sondern auch die alte oder neue Mitte nicht bereit.
Kirchhof war anregend, er mochte recht haben, sein näselndes Dozententum mochte sogar angenehmer berühren als die hochmütige Zackigkeit von Hans-Olaf Henkel, aber in einer kritischen Zeit eine solche Radikalkur vorzunehmen, war jedenfalls im deutschen politischen System nicht durchsetzbar.
Guttenberg dagegen ist der Star, den die FDP seit Jahrzehnten nicht mehr hat. Dass er es in den emotionalisierten Auseinandersetzungen um die Rettung von Opel und Quelle wagte, Sacherwägungen zu Kosten und Nutzen vorzubringen, wo auf allen Kanälen tief betroffene künftige Arbeitslose an Werkstoren und Büroeingängen gezeigt wurden - dieses Mindestmaß an kühlem Kopf immerhin nur vier Monate vor der Bundestagswahl findet offenbar so unmittelbar den Respekt einer hinreichend großen Zahl deutscher Steuerbürger, dass es sich auf Anhieb in den Umfragen niederschlagen konnte.
Auch das ist vorerst nicht mehr als ein Signal im Vordergrund der Bühne, wo die Dinge dargestellt, aber nicht ausgehandelt werden. Aber aussagekräftig ist es doch.
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(SZ vom 27.07.2009/lala)
Studie von UN-Kinderhilfswerk
Das Justizministerium arbeitet die Gesetze aus, das weiß der Jurist Guttenberg. Aber er hat ja Benehmen, Höflichkeit und Charakter und braucht sich nicht um Zuständigkeiten kümmern auch ist es nicht sein Geld, das er da nach London geschmissen hat.
Ein feiner Minister, der sich den Wahlkampf vom Steuerzahler bezahlen lässt!!
Hier ein Auszug eines KOmmentars aus der ZEIT:
"..... Christoph Seils
Mit Hohn und Spott kommentierte die politische Konkurrenz am Wochenende den Vorschlag des SPD-Kanzlerkandidaten Frank-Walter Steinmeier, bis zum Jahr 2020 vier Millionen Arbeitsplätze schaffen und das Ziel die Vollbeschäftigung nicht aus den Augen verlieren zu wollen. Von einem unseriösen Versprechen spricht der CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach, und der Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) erklärte, die Menschen sind es leid, immer zu Wahlkampfzeiten mit Versprechen überschüttet zu werden.
Ach, wenn der Baron doch geschwiegen oder zumindest sein eigenes Regierungsprogramm für die Jahre 2009 bis 2013 gelesen hätte. Denn dort heißt es auf Seite 9 eindeutig und schwarz auf weiß: Seit Ludwig Erhard gilt der Grundsatz Wohlstand für alle. Für uns bedeutet das heute vor allem: Arbeit für alle, Leistungsgerechtigkeit und Generationengerechtigkeit.
http://blog.zeit.de/zweitstimme/2009/08/03/ach-hatte-der-graf-doch-geschwiegen_261
Natürlich sind die Medien verantwortlich, oder woher erfahren Sie, was unsere Politiker so treiben? Würde man jedesmal, wenn man Seehofer, oder Frau Merkel erwähnt, den Begriff Populismus einflechten, so wie man es bei Lafontaine tut, dann ginge man den Medien genauso auf den Leim und würde es nachplappern. Keine Frage, auch wenn Medienschelte so ein InstrumentellesTotschlagswort wie Kommunist, Frauenfeindlich, Antiamerikanisch/-semitisch, Wirtschaftsliberal und wasweisich ist: Die Medien wirken entschieden und machtbewußt an unserem Meinungsbild mit. Guttenberg und Frau Schmidt sind doch ein hervorragendes Beispiel! Der Eine wird wegen einer Lappalie (er hat Opelinsolvenz gefordert, mit Rücktritt gedroht und knickte dann ein) hochgeschrieben, die Andere wird wegen einer Lappalie (sie nutzte ihren Dienstwagen privat) runtergeschrieben. Wäre er ein Sozi uns sie eine Schwarze, dann liefe es umgekehrt, er knickt ein, sie erhielt Morddrohungen und muß sicherheitsbedacht handeln...
...schön zu hören, dass Sie mit Begeisterung meine Kommentare lesen. Und dass Sie "Die Welt" lesen überrascht mich jetzt doch. Aber vielleicht hilfts ja.
Oder sollte ich sie El(Copy)Paste nennen?
Schön, dass sie uns mit ihrer Abneigung gegenüber Lafo erfreuen möchten, mit der sie sicherlich auch nicht alleine da stehen.
Aber:
Was hat das mit dem oben stehenden Artikel zu tun?
Warum kopieren sie Artikel der Zeitung "Die Welt" und posten sie als eigenen Kommentar? Ideenmangel?
Wie dem auch sei... ein weiterer, völlig substanzloser Post von ihrer Seite. Im Westen nichts neues sozusagen...
mfg,
Raoul Duke
Paging