Von den Kriminellen, die die internationalen Truppen in Afghanistan festnahmen, ließ Präsident Karsai offenbar fast jeden Vierten wieder frei - mit teils kreativen Argumenten.
Der afghanische Präsident Hamid Karsai hat laut den von Wikileaks veröffentlichten US-Geheimdokumenten die Freilassung zahlreicher gefährlicher Krimineller und Drogenhändler angeordnet. Die Straftäter seien von den internationalen Truppen in Afghanistan festgenommen und von Karsai ohne Prozess wieder freigelassen worden, heißt es in den am Dienstag von der Enthüllungsplattform veröffentlichten Dokumenten.
Bild vergrößern
Gegen den afghanischen Präsidenten Hamid Karsai haben US-Diplomaten schwere Vorwürfe erhoben. (© dpa)
Anzeige
Wie aus einer vom August 2009 stammenden Depesche hervorgeht, sollen in den vergangenen drei Jahren 150 der 629 von der Militärallianz an die afghanische Regierung übergebenen Straftäter ohne ein Verfahren freigekommen sein.
US-Vertreter sagten, sie hätten Karsai und den afghanischen Generalstaatsanwalt Muhammad Ischak Alko wiederholt dafür kritisiert, die Freilassung genehmigt zu haben. Die beiden Männer hätten "damit gefährlichen Kriminellen ermöglicht, ihre Geschäfte wieder aufzunehmen, ohne jemals vor Gericht gestellt worden zu sein", heißt es in der als "geheim" gekennzeichneten Depesche der US-Botschaft in Kabul: "Die Freilassungen ohne Prozess wurden fortgesetzt, obwohl wir dagegen protestiert und unsere Sorge darüber zum Ausdruck gebracht haben."
Darüber hinaus wird Karsai vorgeworfen, im April 2009 fünf Polizisten begnadigt zu haben, die mit 124 Kilogramm Heroin in ihrem Dienstwagen gefasst und zu Gefängnisstrafen von 16 bis 18 Jahren verurteilt worden waren. Sie seien freigelassen worden, "weil sie entfernte Verwandte zweier Personen waren, die im Bürgerkrieg getötet wurden", hieß es in dem Text weiter.
Karsai habe auch in einem Fall eingegriffen, in dem der Sohn eines reichen Geschäftsmannes und Unterstützers des Präsidenten mit Drogen gehandelt haben soll. Karsai ordnete eine zweite Untersuchung an, die ergab, dass der Sohn Opfer eines Komplotts geworden sei.
Die afghanische Regierung hatte am Montag versichert, die zuvor veröffentlichten diplomatischen Depeschen würden das Verhältnis zu den USA nicht beeinträchtigen. In den 250.000 von Wikileaks enthüllten Dokumenten werden unter anderem auch der afghanische Präsident und sein Bruder Ahmed Wali Karsai negativ dargestellt. Während der Präsident als "schwach" und "paranoid" beschrieben wurde, stuften die US-Diplomaten seinen Bruder, den Chef des Provinzrates von Kandahar, wiederholt als "reichlich korrupt und in den Drogenhandel verstrickt" ein.
- Wikileaks Die Hacker-Kultur erobert die Weltbühne 30.11.2010
- Wikileaks kündigt neue Enthüllungen an Die nächste Attacke 30.11.2010
- Wikileaks-Enthüllungen Spione und Diplomaten beim Kindergeburtstag 30.11.2010
- USA Wikileaks und der Schaden für die Weltsicherheit 30.11.2010
- Wikileaks: China frustriert über Nordkorea "Verzogenes Kind" 30.11.2010
- Verfahren gegen Wikileaks-Gründer Assange legt erneut Berufung gegen Auslieferung nach Schweden ein 15.11.2011
- Urteil zu Wikileaks-Ermittlungen US-Behörden dürfen in Twitter-Daten schnüffeln 11.11.2011
(AFP/beu/mcs)
Reiseknigge: Türkei
wozu ihn die Amis ausgewählt haben. Wo immer die CIA auftaucht, steigt die Drogenproduktion, mit deren Erlösen dann schmutzige US-Geheimdienstoperationen finanziert werden.
Eine davon ist das Überschwemmen Irans und Russland mit billigen Drogen um in einer modernen Neuauflage des verbrecherishen Opiumkriegs der Briten diese beiden konkurrierenden Länder durch massenhaften Drogenmissbraucht gezielt zu schwächen.
Und wenn man schon über den Handel spricht, warum greift man das Problem nicht an der Wurzel an? Mohn ist schliesslich eine Pflanze die überirdisch wächst. Also sollte man doch annehmen dass die totale Luftüberlegenheit der Kreuzzügler, sieht man mal vom Kampfgeiergeschwader "Osama" ab, es ermöglichen würde die Felder zu finden.
Und einmal gefunden könnte man die behende flüchtenden Mohnpflanzen einkreisen und mit Flammenwerfern niederringen.
Oder widerspricht das dem "grünen" Denken?
Wahrscheinlich ...
Diese einseitigen Verteufelungstiraden der SZ werden langsam unerträglich. Zeigen sie doch mal eine Grafik die den Verlauf der Mohnproduktion von 2001 (Taliban) bis jetzt (Kreuzzug des Westens) zeigt. Man kann auch mal craigmurray.org.uk lesen.
Und dann erkläre mir einer "In 2007, Afghanistan produced 8,200 metric tons of opium, accounting for 93 percent of illicit global opiates production" wie schaffen es ein paar Schafhirten 8200 Tonnen Opium über die Grenze zu bringen? Wo doch die zigtausende von Kreuzzügler mit ihren Kampfbombern, Drohnen, Panzern usw usw das Land "schützen"?
Mit fliegenden Stealthmaultieren?
Oder wie es doch viel mehr anzunehmen ist, mit LKWs und Jeeps direkt unter den Augen und mit dem Wissen aller Beteiligten.
Soviel zu den "Mädchenschulen" und "Brunnen bohren" Mission der Bundeswehr. Wir treffen unsere am Hindukush blutig erstrittene "Freiheit" bei den Kindern am Bahnhof Zoo wieder.
Es werden ja auch jährlich tausend mal soviele Menschen in Teutschland Opfer von Terroranschlägen, denn das sie an einer Überdosis Heroin verenden würden.
Was steht denn bei Wikileaks über den Boss ?
Bekommen wir von dort vielleicht auch bestätigt, was wir schon lange wissen ?
...sollte man dafür aus dem Land jagen und mal ehrlich, wenn ich Bundeswehrsoldat wäre, würde ich denen den Einsatz des "Brunnen bohren" um die Ohren hauen ...aber von zuhause aus !!!
Paging