Westjordanland Sicherheitsbeamter erschießt bewaffnetes palästinensisches Mädchen

  • Ein Wachmann einer israelischen Siedlung hat ein 13-jähriges palästinensisches Mädchen erschossen, das mit einem Messer bewaffnet war.
  • Das Mädchen soll nach einem Streit mit seinen Eltern das Haus verlassen und den Wachmann angegriffen haben.

Nach einer versuchten Messerattacke hat ein Sicherheitsbeamter einer israelischen Siedlung im Westjordanland eine 13-jährige Palästinenserin erschossen. Wie die israelische Zeitung Haaretz berichet, ergaben erste Untersuchungen, dass das Mädchen zuvor Streit mit seiner Familie hatte. Die 13-Jährige habe darauf mit einem Messer bewaffnet das Haus verlassen. Am Eingang der israelischen Siedlung Anatot soll sie den dort postierten Wachmann angegriffen haben, der das Mädchen daraufhin erschoss.

Dies ist bereits der dritte Angriff, den jugendliche Palästinenser in einer jüdischen Siedlung innerhalb einer Woche verübt haben. Am vergangenen Sonntag hat ein Palästinenser in der Siedlung Otniel eine 38-jährige Israelin erstochen. Einen Tag später wurde eine schwangere Frau in der Siedlung Tekoa von einem 17-Jährigen mit einem Messer angegriffen und schwer verletzt.

Nach Angaben der Nachrichtenagentur AFP wurden seit Anfang Oktober 24 Israelis und ein US-Bürger durch Angriffe von Palästinenstern getötet. Im gleichen Zeitraum wurden 156 Palästinenser getötet. Etwa zwei Drittel von ihnen waren der AFP zufolge erwiesene oder mutmaßliche Attentäter. Die anderen starben bei Zusammenstößen von Demonstranten mit der israelischen Polizei oder der Armee.