Zwei Minister, eine gemeinsame Reise, nichts Besonderes? In diesem Fall doch: Die Behörden von Außenminister Westerwelle und Entwicklungshilfeminister Niebel verbindet eine jahrelange Rivalität.
Es hätte ein schöner Tag werden können in St. Petersburg. Zum Abschluss eines Russland-Besuches machte sich die Reisegesellschaft des Außenministers, der damals noch Frank-Walter Steinmeier hieß, auf den Weg zur Besichtigung der Zarenresidenz Zarskoje Selo.
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Eine Ende der Ministerien-Rivalitäten? Außenminister Westerwelle und Entwicklungshilfeminister Niebel wollen mit einer gemeinsame Afrikareise positive Signale setzen. (© Foto: dpa)
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Man war noch nicht angekommen beim prächtigen Schloss, da erreichte den Minister eine Agenturmeldung aus Berlin: Entwicklungshilfeministerin Heidemarie Wieczorek-Zeul werde den Dalai Lama empfangen. Steinmeier kochte. Er selbst hatte mit Rücksicht auf die Beziehungen zu Peking ein Treffen mit dem geistlichen Führer der Tibeter abgelehnt; von der Entscheidung der Entwicklungshilfeministerin hatte er nichts gewusst.
Steinmeier ließ entnervt wissen, das Treffen mit dem Dalai Lama gefährde seine stillen Bemühungen um einen Dialog zwischen der Führung Chinas und den Tibetern. Das Thema eigne "sich nicht für innenpolitische Winkelzüge".
Die herzliche Abneigung der beiden SPD-Minister war legendär. Wenn Wieczorek-Zeul auf Steinmeiers Reisen zugegen war, dann nur - wie vor zwei Jahren in Russland - als Schreckgespenst. Insofern geschieht an diesem Mittwoch Bemerkenswertes, wenn ein Airbus der Flugbereitschaft mit Kurs auf Afrika in Berlin-Tegel abhebt. An Bord werden die Minister des Auswärtigen und für wirtschaftliche Zusammenarbeit, Guido Westerwelle und Dirk Niebel (beide FDP), sitzen.
In den Annalen des Außenministeriums ist kein Präzedenzfall verzeichnet, nie zuvor waren Außen- und Entwicklungshilfeminister als Duo unterwegs. "Nicht hoch genug einzuschätzen" sei diese Premiere, heißt es aus dem Auswärtigen Amt.
In der Tat gehört die Rivalität beider Ministerien zur Politik-Folklore der Bundesrepublik. Ursprünglich war die Entwicklungshilfe von verschiedenen Ministerien und maßgeblich auch vom Auswärtigen Amt betreut worden. Ein eigenes Ministerium dafür wurde erst 1961 gegründet, erkennbar mit der Absicht, für den kleineren Koalitionspartner FDP ein Ressort mit internationalem Gepräge zu schaffen. Erster Minister war der spätere Außenminister und Bundespräsident Walter Scheel (FDP).
Die Angst der Diplomaten, Kompetenzen zu verlieren, und die Furcht der Entwicklungshelfer, bevormundet zu werden, trübt traditionell das Verhältnis beider Häuser. Unverträglichkeiten an der Spitze haben das noch verstärkt. Die FDP, die das Entwicklungshilfeministerium ursprünglich abschaffen wollte, ist nun zumindest angetreten, die Konkurrenz zu beseitigen.
Westerwelle und Niebel haben schon gemeinsame Presseerklärungen, etwa zum Recht auf Wasser, herausgegeben, sind nach dem Erdbeben in Haiti gemeinsam vor Kameras getreten - und reisen nun eben zusammen nach Südafrika, Tansania und Dschibuti. Nach den Aufregungen um Westerwelles Reisegesellschaften und Niebels Umstrukturierungen geht es darum, positive Nachrichten zu setzen. Mit vereinten Kräften soll das gelingen.
Joachim Gauck weiß, dass seine Israel-Reise eine Prüfung ist, persönlich und politisch. Der Bundespräsident besteht auch noch eine kleine Mutprobe. Seite Drei Jetzt lesen ...
(SZ vom 07.04.2010)
Stockender Kita-Ausbau
Endlich sind Herr SchWesterwelle und Herr N(i)ebel unterwegs, um das zu tun, für das sie von allen Menschen in D bezahlt werden.
Außenminister und Entwicklungshilfe-Minister ...
Vor kurzer Zeit nahm diese Aufgaben noch Frau Merkel wahr.
durch die überschrift wird es nicht besser:
dein beitrag ist NICHT wertfrei!
denn was hat der frühere beruf des einen und die sexuelle orientierung des anderen inhaltlich in deinem satz zu suchen?
lass beides weg und dein satz heißt:
...dann fragt sich jeder, was du mit dem letzten satz sagen wills. und der erste wäre nur eine wiederholung dessen, was im artikel steht.
also: versuchs nochmal. was wolltest du wertfrei sagen?
und: lass die sexuelle orientierung in so einer schelte doch einfach weg. das ist sexistisch.
"Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Neger"...
An die Geldtöpfe des BMZ darf jeder dran. Ob AA oder BW.
Ist wie bei einem kleinen Mädchen das jedem vorbeigehenden Mann ihr Kleidchen hochhebt.
Interessieren Sie jetzt die Arbeitsplätze in Afrika oder bei uns.
Leben Sie in Afrika?
Sind die Minister afrikanische Minister oder deutsche?
Mann, oh Mann wir müssen doch an uns denken und dann erst an die anderen. Was nützt es denn uns, wenn Afrika prosperiert und wir im Elend ersticken?
ps. Gehn Sie zur Heilsarmee dort wird Ihnen geholfen.......................
Paging