Vor der Bundespressekonferenz begegnet Guido Westerwelle seinen schärfsten Kritikern. Über einen missglückten Versuch der Sympathiewerbung.
Liebe ist ein großes Wort. Manche scheuen sich ein Leben lang davor, es in den Mund zu nehmen. Nicht so Guido Westerwelle. "Mit Dank für Ihr Interesse", schreibt er nach seinem Auftritt vor der Bundespressekonferenz an diesem Freitag auf eine Pressemitteilung, die er einer Journalistin übergeben lässt. Und "In Liebe, Ihr Guido Westerwelle". "In Liebe", setzte er in Anführungszeichen, immerhin.
Guido Westerwelle. (© Foto: Reuters)
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Vorangegangen war der Wunsch einer Kollegin von der Berliner Zeitung, er möge doch bitte noch einmal vorlesen, was er Mitte Februar in der Welt über Hartz IV, "anstrengungslosen Wohlstand" und "spätrömische Dekadenz" geschrieben habe. Zum besseren Verständnis halt. Westerwelle hatte nämlich zuvor mehrfach darauf hingewiesen, dass wer richtig gelesen habe, gar nicht auf die Idee kommen könne, er habe Böses im Schilde geführt.
Der Bitte zur Rezitation aber wollte er nicht nachkommen. Er könne ihr nicht abnehmen, selber zu lesen. "Wenn Sie lesen und hören, was ich gesagt habe, dann kommen Sie zum Schluss, dass die Debatte angestoßen werden musste", erklärt er. Aber er gebe ihr "den Zettel gern und schreibe 'In Liebe, Guido' darauf".
Alles also nur ein Missverständnis? Alles aus dem Zusammenhang gerissen? Hier dazu mal das vollständige Zitat, damit nicht wieder etwas untergeht: "Wer kellnert, verheiratet ist und zwei Kinder hat, bekommt im Schnitt 109 Euro weniger im Monat, als wenn er oder sie Hartz IV bezöge. Diese Leichtfertigkeit im Umgang mit dem Leistungsgedanken besorgt mich zutiefst. Die Missachtung der Mitte hat System, und sie ist brandgefährlich. Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein. An einem solchen Denken kann Deutschland scheitern. In vielen aufstrebenden Gesellschaften andernorts auf der Welt wird hart gearbeitet, damit die Kinder es einmal besser haben."
Vielleicht sollte nicht unerwähnt bleiben, dass die angesprochene Kellnerin zwar tatsächlich ein Arbeitseinkommen unterhalb von Hartz IV haben kann. Da aber Hartz IV eine Mindestsicherung darstellt, würde ihr Einkommen auf Hartz-IV-Niveau angehoben werden. Höhere Hartz-IV-Sätze kämen also auch ihr zugute. Aber das meint Westerwelle ja nicht.
Westerwelle wird gefragt, ob er nachvollziehen könne, wenn ihm Rechtspopulismus oder Demagogie vorgeworfen werde. Seine Antwort: Es sei immer so, wenn der politische Gegner feststelle, dass eine Mehrheit der Menschen hinter einem stünde, dass man dann in die rechte Ecke gestellt werde. Er werde das "nicht akzeptieren". Wie seine "Man wird ja noch sagen dürfen"-Sätze, oder der Verweis auf die angeblich "schweigende Mehrheit" ist auch dieses rhetorische Instrument dem Baukasten der Demagogie entnommen. Westerwelle beherrscht das Instrumentarium eben perfekt.
Kritische Fragen von Journalisten nach dem Krisentreffen von Kanzlerin Angela Merkel, Westerwelle und CSU-Chef Horst Seehofer in dieser Woche im Kanzleramt wischt Westerwelle beiseite mit dem wenig glaubwürdigen Hinweis, sein Verhältnis zur Bundeskanzlerin sei "sehr gut". Bei dem Satz müssen einige Journalisten hörbar hüsteln.
Außerdem müssten die Journalisten ja "Krisentreffen" schreiben, weil sie sonst keinen Platz in ihren Zeitungen für die Geschichte bekämen. Westerwelle kennt sich eben aus. Um noch etwas Heiterkeit in den Saal zu bringen, erzählt er freimütig, es habe neben alkoholfreiem Bier auch Saft, Wasser und Käse gegeben. Er habe Wasser getrunken. Die Heiterkeit bleibt diesmal aus.
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Die Ärzte in München
Ich finde es ebenfalls befremdlich, wie die Medien in Deutschland mit diesem Thema umgehen.
Ich habe festgestellt, das die neue politische Initiative deutschlandsneuedemokraten ja scheinbar unmittelbar vor der Gründung zu einer neuen Partei in Deutschland stehen, immer mehr Zulauf bekommen.
Das sind die sogenannten etablierten Parteien selber Schuld. Da bewegt sich nämlich nichts. Von wirklichen Problemlösungen sowieso keiner.
Da werden sich wohl demnächst viele Menschen verwundert die Augen reiben wenn sie feststellen, das da auf einmal ein Ernst zu nehmendes Gegengewicht entstanden ist.
Es ist schom beschämend, wie unqualifiziert einige Medien-
arbeiter mit dem Thema umgeht. Die Verteilung in Deutschland ist an ihre Grenzen angekommen. Es ist kaum möglich, dass etwas gegen Sozialschmarotzer gesagt werden darf, obwohl alle zu geben, dass es sie mit steigender Tendenz gibt.
Eine Verteilung würde das Programm der
www.deutschlandsneuedemokraten.de
überflüssig machen.
Wem das nicht reicht, kann dazu verdienen. Diese Idee wird inzwischen auch von Persönlichkeiten wie Prof. Straubhaar, Leiter der HWWI in Hamburg, oder der Bundesverdienstkreuzträger , Reeder Peter Krämer oder Herr Rossmann von der Drogeriekette vertreten.
Das würde zwar das gesamte Gefüge in Deutschland durcheinander bringen und die Politiker müssten ihr Versagen eingestehen und es müssten auch hier viele wegfallen.
Aber finanzierbar wäre das ganze und die Schere zwischen Arm und Reich wäre dann entschärft. Nachfolgende Genrationen werden die heutigen Bürger verfluchen, da sie die Schulden, die wir ihnen jetzt hinterlassen nie mals in "ihrem" Leben zurück-
zahlen können.
Und die Politik macht weiter, als wenn die Kassen weiter gefüllt wären. Und wir müssen den Unsinn, der von Regierung aber auch von Opposition gemacht wird, bezahlen bzw. unsere Kinder.
Erst hat Guido behauptet: "...hier steht die Freiheitsstatue der Republik !" Was natürlich leicht zu widerlegen ist.
Dann hat er behauptet er sei der Esel, der alles schaffen müsse und bekam zumindest von Heiner Geißler den Titel bestätigt. Zuvor war Guido auf spätrömisch dekadenten Geschichtsausflügen, die an der Nase herbeigezogen waren.
Alles, was er gesagt hat, war mehr oder weniger M.st. Wenn er das einsieht, dann kann er nur noch gequält lächeln. Was er ja auf der Regierungsbank gestern und heute oft tat. Da keimt doch Hoffnung auf, dass er noch etwas bei Verstand ist. Aber hoffentlich tut er sich nichts an in seiner ausweglosen Lage.
Der beste Abgang wäre: ein Glas Wein trinken, dann eine rote Ampel überfahren, dann sich erwischen lassen, dann zurücktreten. Das würde jeder verstehen.
Guido Westerwelle Hymmne
http://www.youtube.com/watch?v=k94v0IAcT3A
das ist der den keiner mag lass ihn einfach nur noch labern....
Ich war vor kurzem mal wieder in Berlin am Reichstag, nebenan das Abgeordnetengebäude und gegenüber das Bundeskanzleramt. Man muss schon über eine stabile Persönlichkeit und einen ruhenden Charakter verfügen, um nicht absolutistischm Größenwahn zu verfallen. Bei manchen sitzen da die Schrauben zu locker ...
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