CDU-Generalsekretär Pofalla tritt dafür ein, in allen Schulen Kruzifixe anzubringen. Der Politiker reagiert damit auf Vorstöße junger Unionspolitiker.

"Als Partei, die das Christliche im Namen trägt, wollen wir, dass das Bekenntnis zum Christentum im öffentlichen Raum erhalten bleibt", sagte Pofalla der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Zum öffentlichen Raum gehörten sowohl Schulen als auch Gerichte oder Behörden.

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CDU-Generalsekretär Pofalla: Stärkung konservativer Werte. (© Foto: dpa)

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Pofalla betonte zugleich, dass auch die CDU eine steigende Zahl von Mitgliedern habe, die keiner der beiden großen Konfessionen in Deutschland angehören. "Meine Partei ist offen für jeden, der die Würde und die Freiheit aller Menschen anerkennt. Das ist die verbindende Klammer."

Die CDU-Führung will nach der Kritik von jungen Politikern an einem mangelnden konservativen Profil der Partei ihre internen Kritiker - darunter der Vorsitzende der Jungen Union Philipp Mißfelder und CSU- Generalsekretär Markus Söder - einbinden.

Bereits am Donnerstag hatte CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla aber auch klar gemacht , dass trotz der Mahnungen von vier jüngeren Politiker die Christdemokraten all ihren Strömungen Gehör verschaffen müssten: "Die CDU hat drei Wurzeln, die konservative, die christlich-soziale und die liberale - sie alle müssen zur Geltung gebracht werden", sagte Pofalla schon am 6. September.

In dem Papier fordern die vier Unterzeichner, die bürgerlich- konservative Wurzel der Union stärker zu betonen. An erster Stelle wird dabei das Bekenntnis zur eigenen Kultur genannt. Christliche Symbole wie das Kruzifix sollen ihren Platz im öffentlichen Raum behalten. Für die Zuwanderungs- und Integrationspolitik solle die in Deutschland herrschenden Leitkultur maßgeblich sein.

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(dpa/sueddeutsche.de)