Yair Lapid, leader of the Yesh Atid party, speaks to campaign volunteers in the southern city of Ashkelon

Der große Gewinner der Wahl ist der ehemalige TV-Moderator Yair Lapid: Seine liberale Partei Yesh Atid ("Es gibt eine Zukunft"; Zukunftspartei) stellt die zweitgrößte Fraktion in der Knesset und regiert künftig mit. Lapid übernimmt das Finanzministerium. Er drängt darauf, ein zentrales Wahlversprechen umzusetzen: Orthodoxe Juden sollen künftig zum Wehrdienst eingezogen werden, die Gelder für religiöse Bildungseinrichtungen werden gekürzt. Das wäre ein Novum in der Geschichte Israels. Er will vor allem Politik für die säkulare Mittelklasse machen. Lapid sitzt zwar auf einem Schlüsselressort, doch angesichts der vereinbarten Agenda dürfte sich der smarte Polit-Neuling mit deren Umsetzung schwer tun: Er soll unter anderem den Haushalt sanieren und helfen, bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.

Bild: REUTERS

18. März 2013, 18:52 2013-03-18 18:52:53

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