Bislang ist der zivile Aufbau in Afghanistan eher missglückt. Schuld daran sind Eifersucht, zu viel Bürokratie und schnödes Profitstreben.
Kürzlich kam Bernd Mützelburg mit einer, wie er meinte, guten Nachricht von einer Dienstreise zurück. Der Afghanistan-Beauftragte des Auswärtigen Amtes hatte sich in Istanbul mit Kollegen aus 20 Ländern getroffen, und die Botschaft war: Jetzt machen wir mal Inventur.
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Bis heute hat es die EU nicht geschafft, die zugesagten 400 Polizeiausbilder an den Hindukusch zu schicken. Noch dazu gelten in Deutschland Auslandseinsätze bei der Polizei beinahe als karriereschädlich. (© Foto: AP)
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Die Länder, die seit Jahren Milliarden für den Wiederaufbau ins Land am Hindukusch schaufeln, hatten beschlossen, sich einen Überblick darüber zu verschaffen, wer eigentlich was macht und wozu.
Das soll eine gute Nachricht sein? Sie ist es allenfalls in dem Sinne, dass die sogenannten Geberländer endlich gemerkt haben, dass bisher vieles schiefgelaufen ist in Afghanistan. Gewiss, seit langem erkennen die Nato, die Amerikaner, die Briten, die Deutschen, dass der Krieg in Afghanistan mit Waffen nicht zu gewinnen ist. (Krieg? Ja, durchaus. Zwar nicht im völkerrechtlichen Sinne, aber doch im täglichen Erleben der Soldaten.) Letztlich kommt es auf den zivilen Aufbau an.
Doch das Ergebnis der Inventur, wenn es denn irgendwann einmal vorliegen sollte, wird vor allem eine lange Liste von Versäumnissen sein. Sie fängt beim Mangel an internationaler Koordination an und hört bei unzähligen nicht eingehaltenen Versprechungen noch nicht auf.
Dazwischen liegen bürokratisches Versagen, Eifersüchteleien zwischen Regierungsstellen und nichtstaatlichen Organisationen sowie schnödes Profitstreben privater Unternehmen.
Bis heute etwa hat es die Europäische Union nicht geschafft, ihre zugesagten 400 Polizeiausbilder nach Afghanistan zu schicken. Was aber sind 400 Ausbilder in einem Land, in dem jedes Jahr 1300 einheimische Polizisten Opfer von Taliban und Drogenbaronen werden?
Bis heute gibt es keine einheitliche Strategie, nach welchen Kriterien der Aufbau der afghanischen Polizei betrieben werden soll. Dabei ist der gemeinsame Ansatz ja richtig, dass die Afghanen langfristig in die Lage versetzt werden müssen, selbst für ihre Sicherheit zu sorgen.
Für das Versagen der EU gibt es viele Gründe. Einer davon: Ein Land wie Deutschland kann nicht einfach Ausbilder und Experten wie Soldaten abkommandieren. Außerdem gelten in Deutschland Auslandseinsätze bei der Polizei und in den öffentlichen Verwaltungen geradezu als karriereschädlich.
Auch private Unternehmen sind eher zurückhaltend, wenn Fachleute in einen Hilfseinsatz gehen wollen. Das ist sogar verständlich, wenn man bedenkt, wie kompliziert etwa die notwendige soziale Absicherung bei einem solchen Einsatz ist.
Nun dürfen all diese Probleme nicht den Blick darauf verstellen, dass bereits Erfolge erzielt worden sind. Auch das ernsthafte Engagement der Helfer soll nicht geschmälert werden. Trotzdem kann die Lehre aus der Inventur nur lauten: Alle Beteiligten müssen für das gemeinsame Ziel miteinander und nicht gegeneinander arbeiten. Und diese Kooperation muss sehr viel stringenter werden als bisher. Sonst sind die Opfer der Soldaten in Afghanistan vergebens gewesen.
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wir haben es schon hingenommen das sich die Menschen Frauen, Männer Jugendliche die wir Terroristen nennen selber in die luft sprengen.Keine Deutscher würde sowas für sein Land tun.Ist es nicht ein Verzweiflungsakt der sowas hervorruft.
Ich frage mich ist die Denkweise von unseren Politikern schon völlig abartig.
-Bis heute etwa hat es die Europäische Union nicht geschafft, ihre zugesagten 400 Polizeiausbilder nach Afghanistan zu schicken. Was aber sind 400 Ausbilder in einem Land, in dem jedes Jahr 1300 einheimische Polizisten Opfer von Taliban und Drogenbaronen werden? -
Nehmen wir mal an das stimmt, dann sind unter der Marionette Karsai so knapp 10 000 Ordnungshüter ins Jenseits befördert worden oder verwundet und ihrer Waffen entledigt.
Wie beiläufig wird einem das mitgeteilt. Man ahnte, dass die Polizei nicht der Anfang eines Staatswesens sein kann, das ja auch schon einige hundert Jahre auf dieser Erde existent ist. Nur unsere Nato-Demokratiebringer wissen es nicht besser: Am Anfang steht das Polizeirevier. Danach kommt die Armee und der Geheimdienst und danach hat man jeden Afghanen im Griff, der aufmuckt gegen die Besatzer. Wers glaubt bleibt dämlich.
bzw sein Erfolg völlig nebensächlich .
In Deutschland ist es ein Trick, um den grundgesetzwidrigen Einsatz der BW zu legalisieren.
Ansonsten müsste ja der Verfassungsschutz einige afghanische Anschläge in Deutschland inszenieren, um den Verteidigungsfall zu konstruieren.
... es läßt aber eigentlich nur einen Schluß zu : entweder sind die politischen Entscheider der Nato-Staaten , die da AF neben den laufenden Kriegshandlungen "aufbauen" wollen , dumm wie Brot (kein einheitliches Konzept , keine Koordinierung , keine laufenden Realisierungskontrollen) , ... oder der "Aufbau" ist nur Feigenblatt bzw sein Erfolg völlig nebensächlich .
Also , für dumm halte ich die Politentscheider nicht ...
Ein schönes Verhältnis, wenn 4 Mal so viel für den Kriegseinsatz wie für die Aufbauhilfe gezahlt wird (von den Deutschen, andere Zahlen sind mir nicht bekannt).
Und dann fehlt es an Kordination. Würde das in einem Unternehmen passieren, wäre es längst pleite. Aber der Staat hat ja unbegrenzten Kredit. Es werden weiter Schulden gemacht.
Und außer der linken Kaderpartei wird das von keiner Partei problematisiert. Meines Erachtens erfüllen die Politiker, die das beschließen, den Untreuetatbestand des § 266 Strafgesetzbuch (StGB).
Prüft das jemand? Nein, natürlich nicht. Die Politiker haben Narrenfreiheit. Also. wir sind ein Staat, in dem die Hofnarren die Herrschaft übernommen haben.
Interessiert das den Wähler? Bisher nicht wirklich. Für ihn scheint es wichtiger zu sein, dass sein Fußballverein Meister wird, dass die nächste Grillfete steigt, dass plastic joe gestorben ist, was in der Glotze läuft usw.
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