Von den sieben führenden Industrieländern unterstützen offenbar nur noch die USA und Japan den umstrittenen Weltbank-Präsidenten Paul Wolfowitz. Über seine Zukunft berät noch heute Abend das Direktorium der Weltbank.

Lediglich die beiden Staaten hätten sich in einer Telefonkonferenz für den Verbleib des ehemaligen US-Vizeverteidigungsminister an der Spitze der internationalen Entwicklungshilfeorganisation ausgesprochen, verlautete am Dienstagabend aus europäischen Weltbankkreisen.

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An dem Gespräch nahmen Vertreter aus Deutschland, Frankreich, Italien, Großbritannien, Kanada, Japan und den USA teil. Damit zeichnete sich immer stärker ab, dass Wolfowitz kaum noch zu halten sein dürfte.

Das Direktorium der Weltbank soll noch am Dienstag darüber beraten, ob ihr Präsident seine Führungsrolle weiterhin ideal ausfüllen kann. Kurz vor dem Treffen der Weltbank-Führungsspitze stärkte die US-Regierung Wolfowitz noch einmal demonstrativ den Rücken.

Der Weltbank-Chef steht wegen der Beförderung seiner Lebensgefährtin und einer damit verbundenen Gehaltserhöhung seit längerem massiv in der Kritik und verlor zuletzt immer mehr Rückendeckung. Am Montag bestätigte ein Ausschuss der Entwicklungshilfeorganisation, dass Wolfowitz in der Angelegenheit vertragswidrig gehandelt habe.

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(Reuters)