Er ist 27 und verteufelt die außerplanmäßige Rentenerhöhung: Nun hat der Bundestagsabgeordnete Jens Spahn sogar Morddrohungen erhalten.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Jens Spahn hat nach seiner Kritik an der geplanten Rentenerhöhung nach eigenen Angaben Morddrohungen erhalten. "In den letzten drei Tagen gab es mehrere Morddrohungen. Sie kamen alle per Brief", sagte der 27-Jährige der Münsterschen Zeitung.

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Sein Protest gegen die außerplanmäßige Rentenerhöhung hat CDU-MdB Jens Spahn viel Ärger eingebracht (© Foto: dpa)

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Spahn hatte sich gegen die außerplanmäßige Rentenerhöhung von 1,1 Prozent ausgesprochen, die die Bundesregierung zum 1. Juli beschlossen hat.

Spahn hatte auch zahlreiche äußerst unflätige Briefe erhalten: "Hör mal, Du Hosenscheißer, Du Rotzlöffel, geh erst einmal 45 Jahre Deiner Arbeit nach, um dann evtl. Deine große Schnauze aufmachen zu können. Wir Rentner haben Deutschland mit den Händen wieder aufgebaut und Du hast Dich mit Deiner großen Fresse nur ins gemachte Nest gesetzt", hieß es beispielsweise. Mehrere Wochen lang erhielt Spahn Dutzende solcher Briefe.

Die Kritik Spahns hatte in der Senioren-Union Nordrhein-Westfalen zum Aufruhr geführt: Der Vorsitzende Leonhard Kuckart drohte dem jungen Abgeordneten aus dem Münsterland, eine neuerliche Kandidatur für den Bundestag zu verhindern. Kuckart forderte, dass Mandate künftig nur noch an Kandidaten mit Berufserfahrung und Kinder im Schulalter vergeben werden sollen.

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(sueddeutsche.de/dpa/bosw)