Von Johannes Boie

Während Nordkoreas Volk hungert, testet das Regime Raketen und Atombomben. Im Internet präsentiert sich das Land als kommunistisches Paradies.

Im aktuellen Jahresbericht von Amnesty International ist festgehalten, wie grausam die nordkoreanische Bevölkerung leidet. Sie hungert, während die Regierung um Diktator Kim Jong Il Atombomben testet. Die Welt steht ratlos vor der Unberechenbarkeit des Regimes.

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Dazu trägt auch bei, dass nur wenige Informationen verfügbar sind. Wer in diesen Tagen mit Nordkorea-Experten und Militärspezialisten telefoniert, stellt schnell fest: Über das Land und seine Regierung wissen auch Sicherheitsdienste wenig. So gut wie nichts dringt aus dem abgeschotteten Staat nach draußen.

Andererseits scheint es dem Land nicht ganz egal zu sein, wie es im Ausland wahrgenommen wird. Die Korean Friendship Association (KFA), eine nach eigener Aussage von der nordkoreanischen Regierung anerkannte Organisation, kümmert sich um den offiziellen Internetauftritt des maroden Staates: http://korea-dpr.com

Hauptaufgabe der Organisation sei es, die "Realität des Landes der Welt zu zeigen", heißt es auf der Webseite, die in Spanien registriert ist. Die KFA hat dort nach eigenen Angaben ein Büro. Tatsächlich finden sich nur auf wenigen Webseiten mehr Geschichtsklitterungen und krude Verdrehungen als auf dieser.

So dürfte die Webseite letzten Endes ihrem Zweck doch gerecht werden: Sie zeigt, wie verdreht der Blick der Diktatur auf den Rest der Welt ist. Und beweist, wie wenig man einem Staat glauben kann, innerhalb dessen Grenzen Menschen verhungern, und dessen Webseite vor allem Bilder von tanzenden Massen zeigt. sueddeutsche.de hat die absurdesten Seiten zusammengestellt:

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(sueddeutsche.de/gba/jja)