In der Neugründung "Die Linke" finden zwei gegensätzliche Parteien zusammen: Die eine ist in Ostdeutschland eine etablierte Größe, die andere eine junge westdeutsche Protesttruppe.

Im Bundestag arbeiten Linkspartei.PDS und WASG bereits seit 2005 in der Fraktion "Die Linke" zusammen, am Samstag schließen sich auch die beiden Parteien zusammen. Doch was waren das nochmal für Parteien?

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Ein Überblick:

Linkspartei.PDS

Die Linkspartei.PDS hat schon einige Wandlungen und Namenswechsel hinter sich. Sie ist die Nach-Nachfolgerin der 1946 aus der Zwangsvereinigung von KPD und SPD entstandenen Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands.Die SED blieb vier Jahrzehnte lang die Staatspartei der DDR, in den 80er Jahren zählte sie 2,3 Millionen Mitglieder.

Im Wendeherbst 1989 musste die SED-Führung gehen, die Partei brach mit dem Stalinismus. SED-PDS lautete nun der Name der "Partei des Demokratischen Sozialismus", seit 1990 nur noch PDS.

Schon mit Blick auf eine Fusion folgte 2005 die Umbenennung zur Linkspartei.PDS. Heute hat sie rund 60.000 Mitglieder, nur 7.300 davon im Westen. Mit einem Durchschnittsalter um die 60 Jahre ist sie immer noch eine überalterte Partei.

Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG)

Die Wahlalternative Arbeit und Soziale Gerechtigkeit (WASG) wurde am 22. Januar 2005 in Göttingen hauptsächlich von Gewerkschaftern und enttäuschten Sozialdemokraten aus Westdeutschland gegründet.

Auslöser war deren Unzufriedenheit mit der Agenda 2010 und der Zustimmung der SPD zu den Hartz-IV-Gesetzen. Im Mai 2005 nahm die neue Partei in Nordrhein-Westfalen erstmals an einer Landtagswahl teil, blieb aber mit 2,2 Prozent abgeschlagen.

Nach dem Parteiaustritt des ehemaligen SPD-Chefs Oskar Lafontaine fanden sich WASG und Linkspartei.PDS dann zu gemeinsamen Listen für die Bundestagswahl im Herbst 2005 zusammen. Sie erreichten auf Anhieb 8,7 Prozent und 53 Abgeordnete, unter ihnen Lafontaine und WASG-Mitbegründer Klaus Ernst.

Bei der Urabstimmung über die Fusion im Mai zählte die WASG rund 11.000 Mitglieder, von denen sich aber nur knapp die Hälfte beteiligte. Gegner des Zusammenschlusses, beispielsweise in Berlin, haben sich in Splittergruppen abgespalten.

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(AP)