"Jetzt kämpfen wir mit Rückenwind": Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier läutet in Hannover die heiße Phase des Wahlkampfs für die SPD ein - und wirft Angela Merkel indirekt Feigheit vor.
Mit demonstrativem Kampfgeist ist die SPD am Montagabend nach den drei Landtagswahlen in die heiße Phase des Bundestagswahlkampfes gestartet.
Viele Jahre war Frank-Walter Steinmeier die Stütze von Kanzler Gerhard Schröder, jetzt macht der Altkanzler Wahlkampf für seinen einstigen Kanzleramtschef. (© Foto: ddp)
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Kanzlerkandidat Frank-Walter Steinmeier schwor die Genossen beim deutschlandweiten Wahlkampfauftakt vor rund 7000 Zuhörern auf dem hannoverschen Opernplatz auf einen engagierten Schlussspurt in den noch vier verbleibenden Wochen bis zur Wahl am 27. September ein.
"Das Signal von Hannover ist klar", sagte Steinmeier. "Die SPD ist zurück. Die SPD will siegen, und die SPD kann siegen".
Steinmeier übte auch deutliche Kritik an Kanzlerin Angela Merkel. Er warf der CDU-Vorsitzenden indirekt politische Feigheit vor. An die Adresse von Altkanzler Gerhard Schröder, der unter den Zuhörern in Hannover war, sagte Steinmeier: "Lieber Gerd, du warst ein mutiger Kanzler. Das unterscheidet dich von deiner Nachfolgerin."
Die "krachenden Verluste" der CDU bei den Landtagswahlen hätten gezeigt, dass Schwarz-Gelb "nicht gewollt" sei in diesem Land. "Wer Menschen einlullt, wird abgestraft", sagte Steinmeier mit Blick auf die vermeintliche Wahlstrategie der Union. Er fügte hinzu: "Jetzt kämpfen wir mit Rückenwind."
Mit der kämpferischen Rede machte Steinmeier seinen Zuhörern noch einmal Mut. "Das Wahlergebnis vom 27. September wird ein ganz anderes sein als in den Umfragen. Ich erwarte eine ganz starke SPD am 27.September", sagte Steinmeier. In den Umfragen zur Bundestagswahl liegt die SPD derzeit deutlich hinter der Union.
"In Deutschland ist was in Bewegung. Wir kämpfen dafür, dass die SPD die entscheidende Kraft in Deutschland und Frank-Walter Steinmeier der Bundeskanzler in Deutschland ist", sagte der Parteivorsitzende Franz Müntefering unter Anspielung auf die Verluste der CDU an der Saar und in Thüringen. Die Landtagswahlen verliehen den Sozialdemokraten noch einmal kräftig Rückenwind, sagte Müntefering. Der Kampf sei nun offen. Dass Angela Merkel auf dem Kanzlerstuhl sitze, reiche als Begründung für ihre Wiederwahl nicht aus, sagte der SPD-Chef.
Auch vor der Bundestagswahl 2005 hatten die Sozialdemokraten ihren Wahlkampf auf dem Opernplatz in Hannover begonnen. Danach gelang eine furiose Aufholjagd, bei den Wahlen unterlag die SPD der Union nur knapp.
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(sueddeutsche.de/dpa/woja/segi)
Documenta-Leiterin Carolyn Christov-Bakargiev
Wahldebakel nennt man einen Tritt in den A....! Die SPD nennt es aber lieber "Rückenwind".
Steinmeier hat da wohl ewas verwechselt, von wegen "Die SPD ist zurück". Es muss wohl doch eher heissen: Die SPD bleibt zurück.
Solange sie sich ihrer selbst nicht sicher ist und immer wieder der anderen "Volkspartei" in den Hintern kriecht, anstatt den Kopf zu heben und in der Opposition ihren Mann zu stehen, oder mit einer anderen Partei, so wie in Thüringen und im Saarland möglich, in eine Regierung geht und sich dort beweist, wird sie verdient untergehn. Eine "Kröte" Ramelow zu schlucken, dürfte leichter sein, als die Zumutungen der CDU bei einer Regeirungsbeteiligung.
Diego666 bringt`s auf den Punkt. Die SPD ist eben leider nicht mehr links!
Die SPD ist wirklich nicht mehr als zurechnungsfähig zu bezeichnen.
10% in Sachsen Rückenwind, in Thüringen hinter den LINKEN, im Saarland fast eingeholt und das in einem Westland?
Die Linke in Deutschland ist gespalten und nimmt sich (trotz, dass sie teilweise vor dem sog. bürgerlichen Lager liegt) die Möglichkeiten der Gestaltung und überlässt den Rechten das Feld.
Das ich nicht lache, es ist schon erstaunlich was diese Berufspolitiker sich in Ihren Tagträumen so alles vorstellen.
Rückenwind mit deutlichen Minuszahlen, verkehrte Welt, doch die Welt dieser Leute war schon immer eine besondere. Abgerechnet wird am 27. September und vermutlich wird diese in einer Art und Weise erfolgen, dass den Machtinhabern in Berlin und anderswo
die"Augen Wasser geben" werden.
Der Wahlbürger hat im wahrstenSinn e des Wortes offentsichtlich die Nase gestrichen voll
von dien Lobbyisten und Selbstversorgern, es wird spannend.