Von Christian Wernicke

Von einst 18 Bewerbern, die ins Rennen um die US-Präsidentschaft gingen, haben nur noch vier Aspiranten eine echte Chance. Bei den Republikaner gibt es einen klaren Favoriten, bei den Demokraten wird es spannend.

Das Feld verengt sich, und doch ist alles offen. Von einst 18 Bewerbern, die vor einem Jahr aufbrachen zum Marsch aufs Weiße Haus, haben nur noch vier Aspiranten eine echte Chance, ihr Ziel an Washingtons Pennsylvania Avenue zu erreichen.

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Hat derzeit beste Aussichten, für die Republikaner als Präsidentschaftskandidat anzutreten: John McCain (© Foto: AFP)

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Genau genommen sind es nur dreieinhalb: Denn Mitt Romney, der Bewerber auf der rechten Außenbahn im republikanischen Wettlauf, benötigt inzwischen ein wahres Wunder, um seinen Konkurrenten John McCain noch abzufangen.

In fünf Tagen, wenn Republikaner und Demokraten den so genannten Tsunami Tuesday mit Vorwahlen in insgesamt 24 Bundesstaaten hinter sich gebracht haben, dürften nur noch drei Präsidenten in spe übrig bleiben.

John McCain, der wiederauferstandene Favorit der Grand Old Party, wird auch am Mittwoch nächster Woche nicht sicher wissen, ob die Demokraten nun mit Hillary Clinton die erste Frau oder mit Barack Obama erstmals einen schwarzen Mann gegen ihn in den Endlauf am 4. November schicken werden.

In Umfragen wird der erste Dienstag im elften Monat des Jahres 2008 bereits durchgespielt. Demnach hat McCain gute Aussichten, mit dann 72 Jahren als ältester Neu-Präsident in der Geschichte der Vereinigten Staaten im Januar 2009 seinen Schwur auf die Verfassung zu leisten: Die meisten virtuellen Duelle der Demoskopie verheißen dem Republikaner derzeit einen knappen Sieg - egal, ob er gegen Clinton oder Obama antreten muss. Die Marge der demokratischen Niederlage wäre allenfalls ein paar Zehntel Prozentpunkte kleiner, falls Obama es ins Finale schaffen würde.

Ehrentitel: Maverick

Das überrascht denn doch. Denn eigentlich steht das Jahr 2008 im Banne eines Wortes: "Change", der Ruf nach einem grundlegenden Wandel beherrscht den Wahlkampf. Als erster hatte Barack Obama, der neue Held der Demokraten, diesen Schlüsselbegriff zum Motto seiner Kampagne für eine Erneuerung der gesamten Nation gemacht. Inzwischen präsentieren alle Bewerber ihre Variante des Wandels.

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