Die CDU will im Wahlkampf 2009 eine alte Debatte aufleben lassen: Nach den Worten von Generalsekretär Pofalla soll die deutsche Leitkultur wieder thematisiert werden.

Die CDU will die Debatte über eine deutsche Leitkultur im Wahlkampf 2009 wieder aufleben lassen. "Die CDU tritt für eine Leitkultur in Deutschland ein. Die muss von den Menschen, die in dieses Land zuwandern, respektiert werden", sagte CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla der in Düsseldorf erscheinenden Rheinischen Post. Dieses Thema werde auch im Wahlkampf intensiv diskutiert werden.

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Ronald Pofalla: "Die CDU tritt für eine Leitkultur in Deutschland ein. Die muss von den Menschen, die in dieses Land zuwandern, respektiert werden." (© Foto: dpa)

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Der Begriff "deutsche Leitkultur" war im Jahr 2000 erstmals von Friedrich Merz verwendet worden. Der damalige Unions-Fraktionschef löste damit eine heftige Debatte aus. 2007 nahm die CDU den umstrittenen Begriff in ihr Grundsatzprogramm auf.

Bundespräsident Horst Köhler sprach sich unterdessen für eine stärkere Berücksichtigung der deutschen Sprache in der EU aus.

"Der deutschen Sprache als Amtssprache in multinationalen Einrichtungen sollte entsprechend der Bedeutung des Landes Rechnung getragen sein", sagte er in einem Interview mit der Bild am Sonntag. Den CDU-Vorstoß, die deutsche Sprache im Grundgesetz zu verankern, wies Köhler dagegen zurück: "Manchmal liegt mehr Stärke im Unterlassen als im Handeln", sagte er.

Die CDU hatte sich Anfang Dezember auf ihrem Parteitag in Stuttgart gegen den Willen der Parteispitze mehrheitlich für eine Verankerung der deutschen Sprache im Grundgesetz ausgesprochen.

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(AP/gba)