Von bosw

Am 26. März wählen Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt, die ersten Landtagswahlen nach der Bundestagswahl. Dieses Mal gilt das umso mehr, weil die großen Kontrahenten in Berlin gemeinsam regieren. Die spannende Frage ist: Wird die Union auch in den Ländern stärker von der großen Koalition profitieren als die SPD?

Bei der Bundestagswahl am 18. September 2005 lag nur ein Prozent zwischen Union und SPD. Inzwischen ist der Abstand - zumindest in den Umfragen - wieder auf gut zehn Prozent angewachsen. Die Union profitiert davon, in Angela Merkel die Bundeskanzlerin zu stellen. Merkel wird allseits eine gute Außenpolitik bescheinigt. Innenpolitisch hat sie sich erstaunlich zurückgehalten, mehr moderiert als regiert.

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Die Sozialdemokraten lamentieren über ihre schlechten Umfragewerte und bemühen oft die Metapher, dass die Union das Trinkgeld kassiere, während die SPD in der Küche die eigentliche Arbeit leiste.

Können die zwei Volksparteien wieder mehr Wähler binden oder erstarken auch in den Ländern FDP, Grüne und die Linke?

Die relativ große Harmonie in der Bundespolitik hat dazu geführt, dass erstmals seit langem wieder die Landespolitik in den Vordergrund des Wahlkampfes getreten ist.

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(sueddeutsche.de)