Bischof Dandala, Kandidat der Oppositionspartei Cope, will Jacob Zuma die Stirn bieten. Im SZ-Gespräch erklärt er, weshalb die Südafrikaner dem ANC bei dieser Wahl den Rücken kehren sollten.
Bischof Mvume Dandala, Präsidentschaftskandidat der Oppositionspartei Congress of the People (Cope), will dem Populisten Jacob Zuma die Stirn bieten. Im Gespräch mit der Süddeutschen Zeitung erklärt er, weshalb die Südafrikaner dem ANC bei dieser Wahl den Rücken kehren sollten.
Cope-Kandidat Dandala (© Foto: dpa)
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SZ: Herr Dandala, was hat Ihre Partei Cope zu bieten, was der ANC nicht hat?
Mvume Dandala: Es geht uns darum, die soziale Arbeit der Regierung zu verbessern. Wir kritisieren weniger die Politik, die der ANC formuliert hat. Die ist ganz gut. Aber sie wird schlecht umgesetzt. Korruption trifft die Menschen hart, deshalb bekommen sie nicht, was sie brauchen. Wir haben zunehmend das Gefühl, dass das Volk unter dem ANC nicht mehr König der Demokratie ist.
SZ: Was meinen Sie genau damit?
Dandala: Der ANC hat eine Politik der Patronage etabliert. Er verwechselt den Staat mit der Partei, und das ist keine gute Entwicklung. Wir brauchen mehr Professionalität in der Regierung. Leute, die ihren Job beherrschen und ihn nicht missbrauchen. Wir treten an, weil der ANC so viel Vertrauen im Land verspielt hat.
SZ: Wie denken Sie über die Korruptionsvorwürfe gegen den ANC-Chef Jacob Zuma?
Dandala: Es geht nicht um Zuma alleine, seine Probleme mit der Justiz sind ja kein Einzelfall. Der ANC hat eine zweifelhafte Kultur der Korruption aufblühen lassen. Für uns sieht es so aus, dass die Staatsanwälte die Vorwürfe gegen Zuma nur deshalb fallengelassen haben, weil sie dem Druck des ANC nicht standhalten. Die Partei missbraucht den Staat für ihre Zwecke. Das muss aufhören.
- Wahlen in Südafrika Tanz der guten Hoffnung 22.04.2009
(SZ vom 22.04.2009/odg)
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Nur 3 Fragen? War das Telefongeld alle oder haben die das über T-Mobile gemacht? Gabs sonst nichts zu fragen?